Sehenswürdigkeiten in Swinemünde – Festungen, Museen und besondere Orte
Das Wahrzeichen unter den Sehenswürdigkeiten in Swinemünde (Świnoujście) ist eine weiße Windmühle, die nie gemahlen hat. Die Mühlenbake wurde als Seezeichen errichtet und weist den Schiffen bis heute den Weg in die Swine. Von der Westmole aus siehst du die großen Ostseefähren aus nächster Nähe. Am gegenüberliegenden Ufer steht der 68 Meter hohe Leuchtturm, der höchste an der Ostsee.
Rund um die Hafeneinfahrt sind außerdem drei preußische Küstenforts und eine unterirdische Militäranlage erhalten geblieben. Die Ziele verteilen sich allerdings auf Usedom und Wolin. Während du Mühlenbake, Westfort und Engelsburg auf der Usedomer Seite gut miteinander verbinden kannst, erreichst du den Leuchtturm und Fort Gerhard derzeit nur mit einem Ausflugsschiff vom Stadtzentrum aus. Der Swinetunnel ändert daran nichts, denn die direkte Zufahrtsstraße zu beiden Sehenswürdigkeiten ist derzeit gesperrt.
Strand, Promenade und Kurviertel
Der breiteste Strand Polens
Swinemünde hat den breitesten Strand Polens. Auf Usedom zieht er sich rund 3,7 Kilometer von der deutschen Grenze bis zur Westmole und erreicht an einigen Stellen eine Breite von fast 200 Metern.
Mit Kindern ist der zentrale, in der Saison bewachte Badebereich am praktischsten. Das Wasser bleibt am Ufer lange flach, Rettungsschwimmer sind vor Ort und an den großen Zugängen kannst du Strandkörbe mieten. Restaurants, Cafés und weitere Angebote findest du an der parallel zum Strand verlaufenden Promenade hinter den Dünen.

In Richtung Hafen endet der Strand an der Westmole. Über den langen steinernen Wellenbrecher gelangst du zur Mühlenbake und kannst dabei die einlaufenden Fähren beobachten.
Mühlenbake – Swinemündes Wahrzeichen
Die Mühlenbake ist nur zehn Meter hoch und trotzdem das bekannteste Bauwerk Swinemündes. Ihre Silhouette erscheint sogar im offiziellen Logo der Stadt. Eine richtige Windmühle war sie allerdings nie. Das 1873 und 1874 errichtete Seezeichen besitzt kein Mahlwerk; seine Flügel dienen allein der auffälligen Form. Das Licht an der Spitze weist den Schiffen bis heute den Weg in die Swine.

Vom Strand erreichst du die Mühlenbake über die steinerne Westmole. Der Weg führt weit in die Hafeneinfahrt hinaus und ist bereits ein Teil der Besichtigung. Von der Mole siehst du die großen Ostseefähren aus kurzer Entfernung. Am gegenüberliegenden Ufer stehen der Leuchtturm und Fort Gerhard.
Seit 2026 steht die Mühlenbake offiziell unter Denkmalschutz. Damit ist nun auch rechtlich geschützt, was für Swinemünde längst feststand: Der kleine weiße Turm ist das Wahrzeichen der Stadt.
Europas längste Strandpromenade
Von Swinemünde führt eine durchgehende Promenade über die Grenze nach Ahlbeck und weiter über Heringsdorf bis nach Bansin. Mit rund zwölf Kilometern gilt sie als längste Strandpromenade Europas. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad kannst du heute ohne Unterbrechung zwischen Polen und Deutschland wechseln. Am früheren Grenzstreifen erinnert nur noch eine kleine Installation an die einstige Trennung der Insel Usedom.
Innerhalb Swinemündes verläuft die Promenade nicht überall auf demselben Weg. Die historische Promenade folgt entlang der Straße Żeromskiego der alten Flaniermeile des Seebads aus dem 19. Jahrhundert. Hier liegen heute zahlreiche Cafés, Restaurants und Geschäfte. Näher an den Dünen kam 2019 die rund 950 Meter lange Gesundheitspromenade hinzu. Getrennte Wege für Fußgänger, Radfahrer und Inlineskater führen dort an Spielplätzen, kleinen Sportanlagen, Trinkbrunnen und einem Sinnesgarten vorbei.

Am Übergang zwischen den verschiedenen Promenadenabschnitten steht die Konzertmuschel von 1912. In den Straßen dahinter sind einzelne Villen und ehemalige Pensionen aus der Blütezeit des Seebads erhalten geblieben. Verglaste Veranden, hölzerne Balkone und kleine Türme greifen die Bäderarchitektur auf, die sich entlang der Promenade bis in die drei Kaiserbäder fortsetzt.
Der Kurpark von Peter Joseph Lenné
Wo heute der Kurpark liegt, befand sich ursprünglich eine flache, teilweise überschwemmte Sandbank. Erst durch die Arbeiten am Hafen entstand hier festes Land. Als Swinemünde 1824 seine erste Badesaison eröffnete, sollte aus der neuen Fläche ein Park für die Kurgäste werden.
Mit der Planung wurde 1826 Peter Joseph Lenné beauftragt, der später auch zahlreiche Parks in Berlin und Potsdam gestaltete. Lenné richtete die Wege und Sichtachsen auf das damalige Kurhaus am Hafen aus. Das Gebäude existiert nicht mehr, doch breite Alleen und ein Teil des inzwischen mehr als 150 Jahre alten Baumbestands sind erhalten geblieben.

Heute reicht der Kurpark vom Kurviertel bis in die Nähe der Swine. Zwischen den alten Bäumen liegen Brunnen, Spiel- und Sportflächen sowie ein wiederaufgebauter Musikpavillon. Durch den Park gelangst du außerdem zu Fuß weiter in Richtung Engelsburg, Westfort und Nordhafen.
Westfort und Engelsburg an der Hafeneinfahrt
Westfort und Engelsburg gehörten zum westlichen Teil der Festung Swinemünde, hatten jedoch unterschiedliche Aufgaben. Die Kanonen des Westforts sicherten die Hafeneinfahrt, während die Engelsburg als Artillerie- und Beobachtungsposten diente. Beide Anlagen liegen an der Straße Jachtowa und lassen sich gut zu Fuß miteinander verbinden.
Westfort – von der Redoute zur Küstenbatterie
Das Westfort entstand ab 1856 zunächst als kleine Artillerieredoute. Weil Geschütze und Kriegsschiffe technisch immer leistungsfähiger wurden, baute das Militär die Anlage mehrfach um. Aus dem kompakten Fort wurde eine schwere Küstenbatterie mit Wassergraben, Erdwällen und geschützten Geschützstellungen.
Diese Veränderungen sind bis heute im Bauwerk zu erkennen. Backsteinräume aus preußischer Zeit stehen neben späteren Betonbunkern und technischen Einbauten. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die sowjetische Marine das Fort noch bis Anfang der 1960er-Jahre.
Heute befindet sich hier das Museum zur Geschichte der Festung Swinemünde. Der Rundgang führt durch Kasematten, unterirdische Räume und über die alten Artilleriestellungen. Zwischen Waffen, Uniformen und Seeminen findest du auch einen originalen Torpedo sowie Teile, die aus Schiffswracks geborgen wurden. Von der oberen Galerie reicht der Blick über die Swine bis zum Leuchtturm auf dem gegenüberliegenden Ufer.
Engelsburg – eine Festung nach römischem Vorbild
Die Engelsburg in Swinemünde unterscheidet sich schon durch ihre Form deutlich vom Westfort. Statt niedriger Erdwälle besitzt sie einen dreigeschossigen Rundbau, dessen Entwurf sich am Mausoleum des römischen Kaisers Hadrian orientiert. Das Vorbild ist heute als Engelsburg in Rom bekannt und gab auch dem Swinemünder Fort seinen Namen.

Als die Anlage zwischen 1854 und 1858 errichtet wurde, war das Erdgeschoss für die Infanterie bestimmt. Auf den oberen Ebenen stand leichte Artillerie. Kanonen und Munition wurden durch ovale Öffnungen in den Decken nach oben gezogen.
Später änderte sich die Aufgabe des Forts. Während des Zweiten Weltkriegs diente es der deutschen Luftbeobachtung. Anschließend nutzte die sowjetische Marine die Engelsburg bis 1992 als Beobachtungs- und Funkposten. Die heutigen Ausstellungen greifen diese drei Epochen auf und ergänzen sie um eine Sammlung nautischer Geräte. Auf der begrünten Dachterrasse blickst du über den Kurpark und einen Teil der Swinemündung.
Leuchtturm, Fort Gerhard und Unterirdische Stadt auf Wolin
Leuchtturm und Fort Gerhard stehen auf der Insel Wolin direkt nebeneinander. Der Besuch wird derzeit als gemeinsamer Ausflug mit Hin- und Rückfahrt per Schiff angeboten. Die Unterirdische Stadt liegt dagegen etwa fünf Kilometer weiter südlich und wird separat über den Landweg erreicht.
Der höchste Leuchtturm an der Ostsee
Mit einer Höhe von 68 Metern ist der Leuchtturm von Swinemünde der höchste an der gesamten Ostsee. Der heutige Turm wurde zwischen 1854 und 1857 errichtet, als der wachsende Schiffsverkehr eine stärkere Kennzeichnung der Hafeneinfahrt erforderte. Am 1. Dezember 1857 nahm das Leuchtfeuer seinen Betrieb auf.
Ursprünglich besaß der Turm einen achteckigen Schaft aus gelben Ziegeln. Da die Verkleidung dem rauen Küstenwetter nicht dauerhaft standhielt, wurde sie später ersetzt. Dabei erhielt der obere Teil seine heutige runde Form und die Fassade aus roten Backsteinen.

Mehr als 300 Stufen führen zur oberen Galerie. Von dort blickst du über die Swinemündung, die Hafenanlagen und die Ostsee. Nach Westen reicht die Sicht entlang der Insel Usedom bis zu den Kaiserbädern, nach Osten über Wolin in Richtung Nationalpark Wolin. Im Sockelgebäude ergänzt eine kleine maritime Ausstellung den Aufstieg.
Fort Gerhard – preußische Küstenfestung und lebendiges Museum
Fort Gerhard sicherte die östliche Seite der Hafeneinfahrt. Die preußische Armee ließ die fünfeckige Anlage zwischen 1848 und 1859 errichten. Geschütze standen auf den Erdwällen, während eine zweigeschossige Redoute im hinteren Teil Soldaten, Munition und weitere Ausrüstung aufnahm. Spätere Umbauten brachten Betonverstärkungen, neue Geschützstände, Elektrizität und eine Telegrafenverbindung in das Fort.
Heute befindet sich hier das Museum für Küstenverteidigung. Die Führung ist als militärische Ausbildung mit einem uniformierten preußischen Soldaten inszeniert. Dabei gehst du durch die Kasematten und über die Befestigungsanlagen, erfährst aber auch, wie das Fort gebaut, bewaffnet und im Laufe der Zeit verändert wurde.

Die Ausstellungen zeigen Kanonen, Uniformen, Dokumente und persönliche Ausrüstung aus verschiedenen Epochen. Einen ersten Überblick über die Räume, Befestigungen und Sammlungen gibt der deutschsprachige Rundgang durch Fort Gerhard als PDF.
Leuchtturm und Fort Gerhard sind derzeit nur per Schiff vom Stadtzentrum aus erreichbar. Das Kombiticket umfasst die Hin- und Rückfahrt sowie den Eintritt in beide Anlagen.
Die Unterirdische Stadt aus dem Kalten Krieg
Die Unterirdische Stadt begann 1936 als deutsche Küstenbatterie mit sieben voneinander getrennten Stahlbetonbunkern. Vier davon trugen schwere Geschütze, die den Marinestützpunkt und den östlichen Zugang zur Swine schützen sollten. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm die polnische Armee die Anlage.
Ab 1965 wurden die einzelnen Bunker durch rund einen Kilometer lange Tunnel miteinander verbunden. In den unterirdischen Räumen entstanden eine Telefonzentrale, Funkräume und ein geschützter Gefechtsstand. Von hier aus sollte das polnische Militär während eines möglichen Krieges die Verteidigung der Küste und später Einheiten des Warschauer Pakts führen.
Die Besichtigung dauert knapp zwei Stunden und ist nur mit einem Guide möglich. Dabei gehst du durch die Tunnel sowie ehemalige Kommando-, Nachrichten- und Versorgungsräume. Einen Überblick über die Anlage erhältst du vorab im deutschsprachigen Besucherleitfaden zur Unterirdischen Stadt als PDF.
Für deutschsprachige Führungen gelten eigene Termine, die du vor dem Besuch auf der Seite des Museums prüfen solltest. Anders als Leuchtturm und Fort Gerhard ist die Unterirdische Stadt weiterhin über den Landweg erreichbar.
Museen, Kirchen und Aussichtspunkte im Zentrum
Museum für Meeresfischerei im Alten Rathaus
Das frühere Rathaus am Plac Rybaka ist das älteste erhaltene Gebäude Swinemündes. Heute befindet sich darin das Museum für Meeresfischerei. Der Name greift allerdings etwas kurz, denn die Ausstellungen beschäftigen sich nicht nur mit Fischfang und Seefahrt, sondern auch mit der Geschichte der Stadt.
In der maritimen Abteilung stehen Modelle von Fischkuttern und anderen Schiffen neben alten Fanggeräten und Navigationsinstrumenten. Historische Fotografien, Dokumente und Alltagsgegenstände zeigen, wie sich Swinemünde vom kleinen Hafenort zur Festungs- und Seebadstadt entwickelte. Hinzu kommen präparierte Meerestiere, Aquarien sowie eine Sammlung aus natürlichem und verarbeitetem Bernstein.
Schiffsmodelle auf dem Wasser
Im Museum der Schiffe auf dem Wasser stehen die Modelle nicht in gewöhnlichen Vitrinen. Sie schwimmen in den Becken der früheren städtischen Schwimmhalle. Einige der handgefertigten Schiffe erreichen eine Länge von mehreren Metern.
Ein Teil der Ausstellung widmet sich Schiffen, die eng mit Swinemünde verbunden sind. Dazu gehören der frühere Fährdampfer s/s Świnoujście und die Fähre Jan Heweliusz, die 1993 auf der Fahrt von Swinemünde nach Ystad sank. Daneben schwimmen Modelle der Titanic, der Bismarck und verschiedener historischer Segelschiffe. Interaktive Anlagen zeigen außerdem den Hafen von Swinemünde, bewegliche Fähren und ein abtauchendes Modell des polnischen U-Boots ORP Orzeł.
Christus-König-Kirche und Stella Maris
Die beiden erhaltenen Kirchen im Zentrum erinnern mit ungewöhnlichen Details an Swinemündes Verbindung zur Seefahrt. In der Christus-König-Kirche am Plac Kościelny hängt ein hölzernes Modell einer Korvette von der Decke des Hauptschiffs. Es stammt aus dem Jahr 1881, in dem die Kirche auch ihren heutigen Turm erhielt. Der Kirchenbau selbst wurde bereits 1792 geweiht und steht an der Stelle eines älteren gotischen Gotteshauses.
Die neugotische Stella-Maris-Kirche an der Straße Piastowska entstand 1895 und 1896 für die damals zahlreichen katholischen Saisonarbeiter. Bis zum Zweiten Weltkrieg war sie die einzige katholische Kirche Swinemündes. Schon das Mosaik über dem Eingang greift ihren Namen „Stern des Meeres“ auf: Maria und das Jesuskind sitzen in einem Boot, das von zwei Engeln gesteuert wird. Im Inneren sind die farbigen Glasfenster und eine Orgel aus der Stettiner Werkstatt Grüneberg erhalten.
Aussichtsturm der früheren Martin-Luther-Kirche
An der Kreuzung der Straßen Piłsudskiego und Paderewskiego steht ein Kirchturm ohne Kirchenschiff. Er gehörte zur evangelischen Martin-Luther-Kirche, die 1905 fertiggestellt wurde. Nach dem Krieg verfiel das Gebäude zunehmend und wurde 1962 abgerissen. Der Turm blieb erhalten, weil er in Seekarten als Orientierungspunkt für die Schifffahrt eingetragen war.
Heute führen 222 Stufen hinauf zur Aussichtsplattform. Von dort blickst du über die Dächer des Zentrums, das Kurviertel und die Hafenanlagen. In den unteren Etagen des Turms befindet sich ein Café.

Kirche, RAF-Denkmal und Vogelreservat auf Karsibór
Für Karsibór solltest du einen eigenen halben Tag einplanen. Die Insel liegt südlich des Zentrums und zeigt eine deutlich ruhigere Seite Swinemündes. Hier stehen die älteste erhaltene Kirche der Stadt und ein Denkmal für britische Flieger. Über Karsibór erreichst du außerdem das Vogelreservat Karsiborska Kępa.
Die älteste Kirche Swinemündes
Die Kirche der Unbefleckten Empfängnis Mariens geht auf ein mittelalterliches Gotteshaus zurück. Ihre heutige Form erhielt sie bei einem Umbau im Jahr 1826, dessen Pläne aus dem Büro des Berliner Architekten Karl Friedrich Schinkel stammten.
Im Inneren sind mehrere deutlich ältere Ausstattungsstücke erhalten. Dazu gehören ein spätgotischer Altar mit einer Pietà, eine barocke Kanzel und ein historischer Orgelprospekt. Unter dem Gewölbe hängt außerdem das einen Meter lange Modell der Karavelle Columbia. Es wurde 1909 nach einem Entwurf von 1668 gebaut und soll an einen bretonischen Seemann erinnern, der einen Sturm auf dem Stettiner Haff überlebte.
Die Kirche kann außerhalb der Gottesdienste nicht jederzeit betreten werden. Wenn du sie von innen sehen möchtest, solltest du deinen Besuch vorher anmelden.
Denkmal für die Flieger der RAF
Am südlichen Rand der Insel erinnert ein Denkmal an sieben britische Flieger der 617. Staffel der Royal Air Force. Ihre Lancaster wurde am 16. April 1945 abgeschossen, als die Besatzung das in der Swine liegende deutsche Schlachtschiff Lützow bombardierte.
Das Denkmal ist zugleich das symbolische Grab der Besatzung. Teile des abgestürzten Flugzeugs wurden in seine Gestaltung einbezogen. Der Angriff gehörte zu den letzten großen Luftoperationen gegen Swinemünde vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Vogelreservat Karsiborska Kępa
Karsibór und Karsiborska Kępa sind zwei verschiedene Inseln. Die bewohnte Insel Karsibór dient als Zugang zum rund 198 Hektar großen Vogelreservat Karsiborska Kępa im Delta der Swine.
Das Reservat schützt weite Salzwiesen, Weideflächen und Schilfgebiete. Sie sind wichtige Brut- und Rastplätze für Kiebitze, Rotschenkel, Bekassinen und zahlreiche weitere Wasservögel. Besondere Bedeutung hat das Gebiet für den weltweit bedrohten Seggenrohrsänger.
Du kannst das Reservat auf markierten Wegen selbst erkunden. Ein Beobachtungsturm ermöglicht den Blick über die flachen Wiesen und Wasserflächen. Da viele Vögel am Boden brüten, solltest du die Wege nicht verlassen. Eine genaue Beschreibung der Zufahrt mit Bus, Fahrrad oder Auto findest du bei der polnischen Vogelschutzorganisation OTOP.
Ausflüge ab Swinemünde
Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin – die Kaiserbäder auf Usedom
Für einen Ausflug in die Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin brauchst du kein Auto. Die Strandpromenade führt von Swinemünde über die Grenze und verbindet alle drei Orte miteinander.
Ahlbeck liegt Swinemünde am nächsten. Rund um die historische Seebrücke stehen zahlreiche Villen aus der Blütezeit des Seebads. Weiter westlich folgen Heringsdorf mit seiner langen modernen Seebrücke und das kleinere Bansin, dessen Promenade an eine bewaldete Steilküste grenzt.
Zu Fuß bietet sich vor allem Ahlbeck an. Mit dem Fahrrad kannst du dagegen alle drei Kaiserbäder an einem Tag erreichen. Für den Rückweg kommt außerdem die Usedomer Bäderbahn infrage, die in Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin hält und bis ins Zentrum von Swinemünde fährt.
Misdroy und der Nationalpark Wolin
Misdroy liegt rund 15 Kilometer östlich von Swinemünde auf der Insel Wolin. Im Zentrum führen Promenade und Seebrücke am breiten Strand entlang. Gleich dahinter beginnt die Aleja Gwiazd, auf der Handabdrücke und Denkmäler an bekannte polnische Künstler erinnern.
Den eigentlichen Unterschied zu Swinemünde bemerkst du am östlichen Ende des Ortes. Hinter den letzten Fischerbooten beginnt die bewaldete Steilküste des Nationalparks Wolin. Vom Strand führt ein Weg hinauf zur Kawcza Góra. Für eine längere Tour kannst du weiter durch den Buchenwald wandern oder das südlich des Ortes gelegene Wisentgehege besuchen.

Misdroy erreichst du mit dem Auto durch den Swinetunnel oder mit dem Regionalzug vom Bahnhof auf der Wolinseite. Strand, Seebrücke und der Beginn des Nationalparks liegen im Ort nah beieinander.
Stettin – ein ganzer Tag in der Hafenstadt
Stettin ist der größere Ausflug ab Swinemünde und füllt problemlos einen ganzen Tag. Die Stadt liegt nicht an der offenen Ostsee, sondern an mehreren Armen der Oder. Hafenbecken, breite Uferanlagen und große Parks bestimmen deshalb ein völlig anderes Stadtbild als in den Seebädern.
Für den ersten Besuch kannst du dem sieben Kilometer langen Roten Weg folgen. Die auf den Gehwegen markierte Route beginnt am Hauptbahnhof und führt zu 42 Sehenswürdigkeiten im Zentrum. Unterwegs kommst du unter anderem zum Schloss der Pommerschen Herzöge, zur Jakobskathedrale und zur Hakenterrasse. An jeder Station erklärt eine Tafel den jeweiligen Ort.
Wenn du zusätzlich die Philharmonie, eines der Museen oder das Schloss von innen besichtigen möchtest, solltest du nicht versuchen, den gesamten Roten Weg vollständig abzulaufen. Die Fahrt von Swinemünde ist sowohl mit dem Regionalzug als auch mit dem Auto möglich.
Swinemünde weiter planen
Swinemünde im Überblick
Strand, Stadtteile, Unterkünfte und praktische Tipps für deinen Urlaub in Swinemünde.
Hotels in Swinemünde
Unsere Empfehlungen zwischen Strand, Promenade, Kurviertel und Innenstadt.
Restaurants und Cafés
Unsere Empfehlungen für polnische Küche, Fischgerichte, Frühstück, Kuchen und Kaffee.
Aktivitäten und Ausflüge
Bootsfahrten, Wassersport, Radtouren, Familienziele und Ausflüge in die Umgebung.
Anreise und Parken
Anfahrt mit Auto, Bahn, Bus oder Fähre sowie wichtige Hinweise zum Parken.
Veranstaltungen und Events
Konzerte, Festivals, Hafenfeste und weitere Termine im Swinemünder Veranstaltungskalender.