Nationalpark Wolin – Zwischen Steilküste, Wisenten und Türkissee
Zuletzt aktualisiert: September 2026
Der Nationalpark Wolin (Woliński Park Narodowy) schützt die bewaldete Steilküste östlich von Misdroy, die Seen im Inselinneren und das Rückstromdelta der Swine am Stettiner Haff. Zu den bekanntesten Zielen gehören das Wisentgehege, die Aussichtspunkte Gosań und Kawcza Góra sowie der Türkissee bei Wapnica. Dank der Lage bei Swinemünde ist das Schutzgebiet von der deutschen Grenze aus schnell für Tagesausflüge erreichbar.
Eintrittspreise und Öffnungszeiten im Nationalpark Wolin
Die Wanderwege im Nationalpark Wolin sind ganzjährig zugänglich. Für das Wisentgehege und das Naturkundemuseum in Misdroy gelten eigene Öffnungszeiten und Eintrittspreise.
Offizielle Quellen: Eintrittspreise, Wisentgehege und Naturkundemuseum des Woliński Park Narodowy. Kurzfristige Änderungen sind möglich.
Sehenswürdigkeiten im Nationalpark Wolin
Klippen und Aussichtspunkte – Gosań und Kawcza Góra
Gosań ist der höchste Aussichtspunkt an der Woliner Kliffküste. Das Kliff erhebt sich hier rund 93 Meter über der Ostsee. Vom Waldparkplatz Gosań an der Straße 102 führt ein etwa 300 Meter langer Weg durch den Buchenwald zur Aussichtskanzel. Von dort blickst du über die Pommersche Bucht in Richtung Misdroy, Swinemünde und Usedom.
Näher an Misdroy liegt die 61 Meter hohe Kawcza Góra. Vom östlichen Ende der Promenade erreichst du den Aussichtspunkt über einen rund 700 Meter langen Waldweg. Zusätzlich verbindet eine lange Holztreppe die Höhe mit dem Strand. Oben öffnet sich der Blick über die Pommersche Bucht und die Küste westlich von Misdroy.

Das Wisentgehege im Nationalpark Wolin
Das 1976 eröffnete Wisentgehege liegt rund 1,5 Kilometer östlich von Misdroy. Es beherbergt eine betreute Wisentherde und dient der Erhaltung dieser Art. Außerdem versorgt der Nationalpark dort Wildtiere, die nach Verletzungen oder aus anderen Gründen nicht wieder ausgewildert werden können.
Vom Zentrum in Misdroy erreichst du das Gehege über den grünen Wanderweg in etwa 30 Minuten. Wenn du mit dem Auto anreist, nutzt du den Waldparkplatz Kwasowo an der Straße 102. Er ist die einzige offizielle Parkmöglichkeit in der Nähe; die letzten Meter führen zu Fuß durch den Wald. Öffnungszeiten und Eintrittspreise findest du in der Übersicht am Anfang dieser Seite.

Der Türkissee in Wapnica
Der Türkissee (Jezioro Turkusowe) entstand in einer ehemaligen Kreidegrube bei Wapnica. Nachdem der Abbau 1954 endgültig eingestellt worden war, füllte sich das Becken mit Grundwasser. Der See ist 21,2 Meter tief, sein Wasserspiegel liegt jedoch nur 2,6 Meter über dem Meer. Damit befindet sich der Grund rund 18,6 Meter unter dem Meeresspiegel – geologisch handelt es sich um eine Kryptodepression.
Die auffällige Färbung des Wassers resultiert aus der Lichtreflexion auf dem kalkhaltigen Grund der Grube. Das 6,74 Hektar große Gewässer ist heute in das Wanderwegenetz des Nationalparks eingebunden und liegt an der blauen Route zwischen der Ostsee und dem Stettiner Haff.

Am Südufer führt ein kurzer Weg hinauf zum Aussichtspunkt Piaskowa Góra. Von dort blickst du über den Türkissee und die bewaldete Landschaft rund um Wapnica.
Das Naturkundemuseum im Nationalpark Wolin
Das Museum des Nationalparks befindet sich in Misdroy und zeigt Exponate zur Flora, Fauna und Geologie der Insel. Die Ausstellung thematisiert die verschiedenen Lebensräume von den Küstenkliffs bis zu den Feuchtgebieten des Swine-Deltas. Ein Schwerpunkt liegt auf der Darstellung der regionalen Vogelwelt sowie der Entstehungsgeschichte der eiszeitlichen Landschaft.
Das Museum ist ganzjährig geöffnet, in den Wintermonaten jedoch mit verkürzten Öffnungszeiten. Es dient zudem als Bildungszentrum und bietet pädagogische Programme für Gruppen an. Für Besucher bietet die Ausstellung einen sachlichen Einstieg in die ökologischen Zusammenhänge, bevor sie die Wanderwege des Parks nutzen.
Wzgórze Zielonka – Aussichtspunkt bei Lubin
Das Wzgórze Zielonka ist ein rund 80 Meter hoher, bewaldeter Hügel oberhalb von Lubin. Von seinem natürlichen Aussichtspunkt überblickst du die Wasserarme und Inseln des Swine-Deltas, den Wicko-Wielkie-See und das Stettiner Haff. Bei guter Sicht reicht das Panorama bis nach Usedom und zur Ostsee.
Der kürzeste Zugang beginnt am Parkplatz an der Straße Mała in Lubin. Ein Waldweg und Holzstufen führen hinauf. Alternativ erreichst du Zielonka über den Wanderweg vom Türkissee.
Wandern im Nationalpark Wolin
Am Naturkundemuseum in Misdroy beginnen die drei markierten Hauptwege durch den Nationalpark Wolin. Sie führen an der Ostseeküste entlang, durch die bewaldete Seenlandschaft oder in Richtung Stettiner Haff. Die angegebenen Entfernungen beziehen sich auf die Abschnitte, die der Nationalpark aktuell in seiner Routenübersicht ausweist. Einige Markierungen verlaufen anschließend über die Parkgrenze hinaus weiter.
Roter Wanderweg entlang der Ostseeküste
Der rote Wanderweg „Brzegiem Bałtyku“ führt vom Parkeingang in Misdroy zunächst zur Kawcza Góra und anschließend am Strand unterhalb der Steilküste in Richtung Wisełka. Der Nationalpark gibt für den ausgewiesenen Abschnitt 13,4 Kilometer an. Die Markierung setzt sich über den Leuchtturm Kikut bis nach Kołczewo fort.
Diese Route eignet sich vor allem, wenn du die Kliffküste und den Blick auf die Ostsee erleben möchtest. Da es sich nicht um einen Rundweg handelt, solltest du den Rückweg vorab einplanen.

Grüner Wanderweg zum Wisentgehege und zu den Seen
Auf dem grünen Wanderweg erreichst du nach etwa zwei Kilometern das Wisentgehege. Danach verläuft die Markierung über Warnowo weiter durch die Seenlandschaft im Inneren der Insel. Zu den Zielen entlang der Route gehören der Warnowo-See und der Czajcze-See.
Der Nationalpark weist für den Parkabschnitt 8,1 Kilometer aus. Die vollständige Markierung führt weiter bis Kołczewo. Für einen kürzeren Ausflug kannst du nur bis zum Wisentgehege wandern und anschließend nach Misdroy zurückkehren.
Blauer Wanderweg zum Türkissee und Stettiner Haff
Der blaue Wanderweg verbindet Misdroy mit dem südlichen Teil des Nationalparks. Unterwegs führt er am ehemaligen V3-Gelände in Zalesie, am Türkissee sowie an den Aussichtspunkten Piaskowa Góra und Zielonka vorbei. Danach verläuft die Route über Lubin entlang des Stettiner Haffs in Richtung Karnocice.
Für den Abschnitt innerhalb des Nationalparks werden 15,7 Kilometer angegeben. Die blaue Markierung führt außerhalb des Parks weiter bis in die Stadt Wolin. Für einen kürzeren Ausflug bietet sich der Abschnitt vom Türkissee zur Zielonka und weiter nach Lubin an.
Die Wege sind überwiegend Streckenwanderungen. Prüfe deshalb vor längeren Touren den Rückweg und mögliche aktuelle Einschränkungen. Den genauen Verlauf findest du auf der interaktiven Karte des Nationalparks.
Weitere Aktivitäten im Nationalpark Wolin
Vogelbeobachtung und Naturerkundung
Das Swine-Delta zieht vor allem während der Zugzeiten im Frühjahr und Herbst Vogelbeobachter an. In den Schilfgürteln rasten tausende Zugvögel sowie der heimische Seeadler. Lokale Anbieter führen Exkursionen in die Feuchtgebiete durch, die auf die Bestimmung der Arten und die ökologischen Besonderheiten des Deltas ausgerichtet sind.
Kajakfahren und Bootstouren
Vom Wasser aus lässt sich das Swine-Delta auf dem „Kajakweg der 44 Inseln“ erkunden. Die etwa 30 Kilometer lange Route verläuft durch das Labyrinth aus Wasserwegen und Schilfgebieten im südlichen Teil des Nationalparks. Kajaks sind in Misdroy oder direkt in den Orten am Delta erhältlich. Neben dem individuellen Verleih werden auch geführte Exkursionen angeboten, die die ökologischen Besonderheiten der Inselwelt thematisieren.
Angeln im Nationalpark Wolin
Angeln ist im Nationalpark Wolin nur in ausdrücklich freigegebenen Bereichen erlaubt. Dazu gehören ein Küstenabschnitt an der Pommerschen Bucht sowie ausgewählte Gewässer im Stettiner Haff und im Rückstromdelta der Swine.
An der Ostseeküste darfst du zwischen Biała Góra und der Grenze des Strandes von Grodno ganzjährig vom Ufer oder watend angeln. Im Stettiner Haff und im Swine-Delta gelten je nach Bereich unterschiedliche Saisonzeiten. Dort ist das Angeln grundsätzlich nur vom Boot oder einem anderen Wasserfahrzeug aus erlaubt. Rechtlich gehören auch diese Lagunen- und Deltagewässer zu den polnischen Meeresgewässern.
In den Binnenseen des Nationalparks gilt dagegen ein vollständiges Angelverbot. Dazu gehören der Türkissee sowie die Seen Warnowskie, Rabiąż, Czajcze, Domysłowskie und Gardno. Eine Karte der freigegebenen Bereiche sowie die jeweiligen Saisonzeiten findest du in den offiziellen Angelinformationen des Nationalparks.
Für das Angeln benötigst du zwei getrennte Zahlungsnachweise:
- Das Angelticket des Nationalparks kannst du im Online-Ticketshop des Woliński Park Narodowy kaufen. Es kostet 40 zł für eine Woche, 60 zł für einen Monat oder 160 zł bis zum Ende des Kalenderjahres. Für Schüler, Studierende, Rentner und bestimmte Einwohner gilt eine Ermäßigung von 50 Prozent.
- Zusätzlich benötigst du den Zahlungsnachweis für das Freizeitfischen in polnischen Meeresgewässern. Die staatliche Gebühr beträgt 15 zł für eine Woche, 25 zł für einen Monat oder 65 zł für zwölf Monate.
Beim Angeln musst du deinen Ausweis und beide Zahlungsnachweise mitführen. Die Zahlungsdaten für die staatliche Gebühr findest du bei der polnischen Fischereibehörde GIRM.
Natur und Landschaft im Nationalpark Wolin
Der Nationalpark Wolin umfasst 10.937 Hektar zwischen der Ostsee und dem Stettiner Haff. Im Norden zieht sich die eiszeitliche Endmoräne über rund 15 Kilometer an der Küste entlang. Ihr höchster Punkt ist der 115,4 Meter hohe Grzywacz. Direkt am Meer erhebt sich das Kliff von Gosań rund 93 Meter über den Strand.

Bis heute verändert die Ostsee diesen Küstenabschnitt. Vor allem bei Stürmen brechen Teile der Kliffs ab und geben Steine frei, die einst mit dem Eis aus Skandinavien nach Wolin gelangten. Langfristig weicht die Steilküste im Durchschnitt um etwa 80 Zentimeter pro Jahr zurück.
Buchenwälder über den Kliffs
Oberhalb der Steilküste wachsen alte Buchenwälder, die vielerorts bis dicht an die Abbruchkante reichen. Der Wind trägt feine, kalkhaltige Teilchen aus dem Kliff in den Wald. Auf diesem ungewöhnlichen Boden hat sich der Woliner Orchideen-Buchenwald entwickelt. Er kommt an der polnischen Ostseeküste nur hier vor. Zwischen den vom Seewind geformten Buchen wachsen mehrere Orchideenarten, darunter das Rote Waldvöglein.
Weiter östlich werden die Kliffs allmählich niedriger. Rund um Świętouść gehen sie in eine flachere Küste mit schmalen Dünenstreifen und Kiefernwald über. Auf den trockenen Sandflächen wächst die Stranddistel. Näher am Spülsaum findet auch der Meersenf einen geeigneten Standort. Große Wanderdünen wie im Slowinzischen Nationalpark gibt es auf Wolin allerdings nicht.
Das Rückstromdelta der Swine
Im Süden weichen die bewaldeten Hügel einem Geflecht aus Wasserarmen, Schilfflächen und flachen Inseln. Dieses Rückstromdelta entstand durch eine Besonderheit der Swine. Bei starkem Wind kann Wasser aus der Ostsee durch den Fluss zurück in Richtung Stettiner Haff gedrückt werden. Die niedrigen Inseln werden dabei regelmäßig überflutet.
Das gesamte Delta umfasst mehr als 3.000 Hektar. Rund 1.700 Hektar davon gehören zum Nationalpark. Durch die Mischung aus Süß- und Salzwasser konnten sich Salzwiesen mit spezialisierten Pflanzen wie der Salzbunge entwickeln.
Während des Vogelzugs dienen die Inseln und Flachwasserbereiche als Rastplatz für große Vogelschwärme. Insgesamt wurden im Nationalpark mehr als 230 Vogelarten nachgewiesen. Zu ihnen gehört der seltene Seggenrohrsänger, der in feuchten Seggenwiesen brütet.
Tiere zwischen Wald und Ostsee
Der Seeadler nutzt gleich mehrere Lebensräume des Nationalparks. Er brütet in ruhigen Waldbereichen und sucht an den Seen, im Swine-Delta und an der Küste nach Nahrung. Deshalb trägt der Nationalpark den Seeadler auch in seinem Wappen.
In den Wäldern leben Rothirsche, Rehe und Wildschweine. Alte Eichen und abgestorbenes Holz sind zugleich wichtige Lebensräume für seltene Käfer. Der Hirschkäfer entwickelt sich in vermoderndem Eichenholz, während der Eremit auf alte Bäume mit großen Mulmhöhlen angewiesen ist. Auch der Uhu kommt wieder auf Wolin vor, nachdem der Nationalpark mit einem Wiederansiedlungsprogramm den Aufbau einer neuen Population unterstützt hatte.
Zum Schutzgebiet gehört außerdem ein Teil der Pommerschen Bucht. Dort leben Schweinswale und Kegelrobben. Einzelne Robben ruhen gelegentlich an den Stränden des Nationalparks, doch solche Beobachtungen bleiben selten. Wisente laufen dagegen nicht frei durch die Woliner Wälder. Die betreute Herde kannst du im Wisentgehege bei Misdroy besuchen.
Praktische Informationen
Hunde im Nationalpark Wolin
Nach den aktuellen Besucherregeln dürfen Hunde leider nicht in den Nationalpark Wolin mitgenommen werden. Das Verbot gilt auch auf den markierten Wanderwegen. Eine Leine ändert daran nichts.
Wenn du mit Hund unterwegs bist, solltest du Wege und Strände außerhalb der Parkgrenzen nutzen. Da die Grenze im Gelände nicht überall sofort erkennbar ist, achte auf die Hinweisschilder an den Zugängen.
Anreise zum Nationalpark Wolin
Auto
Der Nationalpark Wolin hat keinen zentralen Eingang. Welcher Parkplatz sinnvoll ist, hängt deshalb davon ab, welchen Teil des Parks du besuchen möchtest. Für das Naturkundemuseum und die Wanderwege an der Ostseeküste fährst du zunächst nach Misdroy. Dort nutzt du einen der öffentlichen Parkplätze im Ort. Die drei Hauptwanderwege beginnen in der Nähe des Museums.
Das Wisentgehege ist nur zu Fuß erreichbar. Vom Zentrum in Misdroy führt der grüne Wanderweg in etwa 30 Minuten durch den Wald zum Eingang. Wenn du die Strecke verkürzen möchtest, kannst du am Waldparkplatz Kwasowo an der Straße 102 parken. Von dort ist der Weg zum Gehege ausgeschildert. Direkt am Wisentgehege gibt es keinen Parkplatz.
Für den Aussichtspunkt Gosań steht an der Straße 102 ein eigener Waldparkplatz zur Verfügung. Er liegt etwa vier Kilometer östlich von Misdroy. Vom Parkplatz führt ein rund 300 Meter langer Waldweg zur Aussichtskanzel am Kliff.
Den südlichen Teil des Nationalparks erreichst du über Wapnica und Lubin. In Wapnica befindet sich ein Parkplatz in der Nähe des Türkissees. Von dort kannst du auch zur Piaskowa Góra und weiter in Richtung Zielonka wandern. Der kürzere Zugang zur Zielonka beginnt in Lubin an der Straße Mała. Für Wanderungen am Czajcze-See gibt es außerdem einen kleinen Parkplatz bei Warnowo. Im Nationalpark darf nur auf ausgewiesenen Flächen geparkt werden.
Öffentliche Verkehrsmittel
Misdroy besitzt einen Bahnhof mit Regional- und Fernverkehrsverbindungen. Das Naturkundemuseum sowie mehrere Parkeingänge sind vom Bahnhof und vom Ortszentrum zu Fuß erreichbar. Wenn du nach Wapnica oder Lubin weiterfahren möchtest, solltest du die aktuellen Busverbindungen vor dem Ausflug prüfen, da die Taktung je nach Saison und Wochentag variiert.
Fahrrad
Der Nationalpark ist in das regionale Radwegenetz eingebunden. Mehrere Routen führen durch das Schutzgebiet oder umgehen die Steigungsstrecken der Moränenhügel, um die Orte im Hinterland und am Stettiner Haff zu verbinden.
Übernachten im Nationalpark Wolin
Die größte Auswahl an Unterkünften findest du in Misdroy. Vom Ort erreichst du das Naturkundemuseum, mehrere Wanderwege, die Kawcza Góra und das Wisentgehege zu Fuß. Zur Auswahl stehen Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Campingplätze.
Ruhiger wohnst du in Wapnica oder Lubin im südlichen Teil der Insel. Dort gibt es vor allem Ferienhäuser, Apartments und kleinere Pensionen. Wapnica liegt günstig für Ausflüge zum Türkissee, während du von Lubin schnell den Aussichtspunkt Zielonka und das Stettiner Haff erreichst.
Häufig gestellte Fragen zum Nationalpark Wolin
Der wichtigste Ausgangspunkt ist Misdroy. Das Naturkundemuseum, mehrere Wanderwege und das Wisentgehege sind vom Ort aus zu Fuß erreichbar. Für Gosań nutzt du den gleichnamigen Waldparkplatz an der Straße 102, für das Wisentgehege den Parkplatz Kwasowo. Misdroy besitzt außerdem einen Bahnhof mit Regional- und Fernverkehrsverbindungen.
Das Tagesticket für den Nationalpark kostet 11 zł, ermäßigt 5,50 zł. Für das Wisentgehege und das Naturkundemuseum gelten eigene Eintrittspreise; außerdem werden Kombitickets angeboten. Kinder unter sieben Jahren haben freien Eintritt. Die vollständige aktuelle Preisübersicht findest du am Anfang dieser Seite.
Die drei wichtigsten Wege beginnen in Misdroy. Der rote Weg führt auf 13,4 Kilometern an der Ostseeküste entlang, der grüne Weg über 8,1 Kilometer zum Wisentgehege und in die Seenlandschaft. Der blaue Weg verbindet Misdroy auf 15,7 Kilometern mit dem Türkissee, Zielonka und dem südlichen Parkgebiet. Die Angaben beziehen sich auf die vom Nationalpark ausgewiesenen Abschnitte.
Zu den bekanntesten Zielen gehören die Aussichtspunkte Gosań und Kawcza Góra, das Wisentgehege bei Misdroy, der Türkissee in Wapnica und Zielonka mit seinem Blick über das Swine-Delta. Für eine erste Wanderung eignet sich besonders der grüne Weg zum Wisentgehege.
Im Deutschen existieren die Varianten Wollin (historisch mit zwei „l“) und Wolin (moderne Schreibweise analog zum Polnischen). Der offizielle polnische Name lautet „Woliński Park Narodowy“. In aktuellen Publikationen und Karten hat sich die Schreibweise „Nationalpark Wolin“ weitgehend durchgesetzt.