Museen in Stettin – Geschichte, Technik und Kunst

Zuletzt aktualisiert: August 2026

Die Museen in Stettin machen eine Stadtgeschichte verständlich, die im heutigen Stadtbild oft nur in Bruchstücken zu erkennen ist. Das frühere deutsche Stettin, der Wechsel zum polnischen Szczecin nach 1945 und die Proteste der Werftarbeiter gehören zu den Kapiteln, die weit über die Stadt hinausreichen. In den Ausstellungen bekommen viele Orte, an denen du bei einem Stadtbummel vorbeikommst, ihren historischen Zusammenhang.

Neben der Geschichte spielen auch Hafen, Schifffahrt und Fahrzeugbau eine große Rolle. Hinzu kommen zeitgenössische Kunst und einige kleinere Ausstellungen, die sich mit dem Alltag im früheren Polen beschäftigen. Schon die Museumsgebäude könnten dabei kaum unterschiedlicher sein: Sie reichen vom Alten Rathaus und einem ehemaligen Straßenbahndepot bis zu modernen Neubauten auf der Łasztownia.

Geschichte Stettins und Pommerns

Das Nationalmuseum in Stettin verteilt seine Sammlungen auf mehrere Gebäude. Drei davon beschäftigen sich mit der Geschichte der Stadt und der Region. Das Alte Rathaus bietet den besten Überblick, während die beiden anderen Häuser einzelne Epochen ausführlicher behandeln.

Öffnungszeiten und Eintritt: Die drei Museen sind montags geschlossen. Dienstag und Sonntag öffnen sie von 10 bis 16 Uhr, Mittwoch bis Samstag von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt in die Dauerausstellung eines Hauses kostet 20 Złoty, ermäßigt 12 Złoty. Samstags können die Dauerausstellungen kostenlos besucht werden. Ein drei Tage gültiges Ticket für alle Standorte des Nationalmuseums kostet 65 beziehungsweise ermäßigt 40 Złoty. Für Sonderausstellungen können andere Preise gelten. Die jeweils aktuellen Angaben findest du beim Nationalmuseum in Stettin.

Stadtgeschichte im Alten Rathaus

Das Museum für die Geschichte Stettins führt von den Anfängen der mittelalterlichen Siedlung bis in das 20. Jahrhundert. Archäologische Funde erzählen vom Leben im frühen Stettin, vom Handwerk und vom Handel der Hansestadt. Weitere Ausstellungsteile behandeln die Zeit der pommerschen Herzöge sowie die schwedische, preußische und deutsche Epoche.

Besonders aufschlussreich ist die Dauerausstellung „Hans Stettiner und Jan Szczeciński“. Fotografien, Dokumente und frühere Alltagsgegenstände zeigen das deutsche Stettin vor 1945 und den Neubeginn der polnischen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg. Dadurch wird der tiefgreifende Wandel der Stadt verständlicher als durch Jahreszahlen allein.

Stettiner Geschichtsmuseum im Alten Rathaus
Das Museum für Stadtgeschichte befindet sich im Alten Rathaus am Heumarkt.

Das Museum befindet sich im gotischen Alten Rathaus zwischen Heumarkt und Neumarkt. Die Ausstellungsräume verteilen sich über mehrere Etagen; für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist allerdings nur das Erdgeschoss zugänglich.

Adresse: ul. Księcia Mściwoja II 8

Pommern und die Greifenherzöge

Im Museum für Regionale Traditionen stehen nicht allein Stettin, sondern Pommern und das Herrscherhaus der Greifen im Mittelpunkt. Zu sehen sind Münzen, Siegel, historische Silberarbeiten und Kunstwerke vom Hof der pommerschen Herzöge.

Zu den bedeutendsten Ausstellungsstücken gehören herzogliche Schmuckstücke aus dem 16. und 17. Jahrhundert sowie ein Porträt Herzog Philipps I. von Lucas Cranach dem Jüngeren. Das Museum ergänzt damit den Besuch des Herzogsschlosses, in dem heute nur noch wenige originale Stücke aus der Zeit der Greifen zu sehen sind.

Untergebracht ist die Sammlung im barocken Ständehaus. Das Gebäude diente früher dem pommerschen Provinziallandtag und wurde später zum Museum umgebaut.

Adresse: ul. Staromłyńska 27

Dialogzentrum Umbrüche

Das Dialogzentrum Umbrüche behandelt die Jahre von 1939 bis 1989. Die Ausstellung beginnt mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Übergang vom deutschen Stettin zum polnischen Szczecin. Anschließend geht es um den Alltag in der Volksrepublik Polen, staatliche Repressionen und den Widerstand gegen die kommunistische Regierung.

Ausstellungsraum im Dialogzentrum Umbrüche in Stettin
Die Dauerausstellung zeigt Stettins Geschichte vom Zweiten Weltkrieg bis zur politischen Wende von 1989.

Einen Schwerpunkt bilden die Proteste der Stettiner Werftarbeiter im Dezember 1970 und August 1980. Fotos, Filme, Dokumente und Zeitzeugenberichte zeigen, welche Rolle die Stadt auf dem Weg zur politischen Wende spielte.

Dialogzentrum Umbrüche am Solidarność-Platz in Stettin
Das größtenteils unterirdische Dialogzentrum liegt gegenüber der Stettiner Philharmonie.

Das größtenteils unterirdische Museum liegt am Solidarność-Platz gegenüber der Philharmonie. Während der Proteste im Dezember 1970 wurden an diesem Ort zahlreiche Menschen erschossen. Das Dialogzentrum verbindet seine Ausstellung deshalb unmittelbar mit einem wichtigen Schauplatz der Stettiner Nachkriegsgeschichte. Das Gebäude ist vollständig barrierefrei zugänglich.

Adresse: plac Solidarności 1

Schifffahrt, Wissenschaft und Technik

Zwei Museen widmen sich der technischen Seite Stettins. Im Maritimen Wissenschaftszentrum kannst du selbst experimentieren, während das Technik- und Kommunikationsmuseum historische Fahrzeuge aus Stettin und Polen zeigt. Beide Häuser eignen sich auch gut für einen Besuch mit Kindern.

Maritimes Wissenschaftszentrum

Das Maritime Wissenschaftszentrum (Morskie Centrum Nauki) auf der Łasztownia ist kein klassisches Museum mit langen Texttafeln. An den meisten Stationen kannst du selbst etwas ausprobieren. Dabei geht es um den Bau und die Steuerung von Schiffen, verschiedene Antriebe, Navigation, Arbeiten auf See und die Kräfte des Wassers. Zwischen den Experimenten stehen originale Ausrüstungsteile, Schiffsmodelle und nautische Instrumente.

Die Ausstellung ist auf fünf Themenbereiche und mehrere Etagen verteilt. Für einen Rundgang solltest du ungefähr zwei bis drei Stunden einplanen. Im selben Gebäude befindet sich außerdem das Wolszczan-Planetarium. Die Vorstellungen haben feste Anfangszeiten und können unabhängig von der Dauerausstellung oder mit einem Kombiticket besucht werden. Zum Abschluss lohnt sich der Gang auf die Dachterrasse mit Blick über die Łasztownia, die Oder und das Stadtzentrum.

Maritimes Wissenschaftszentrum auf der Łasztownia in Stettin
Das Gebäude des Maritimen Wissenschaftszentrums erinnert an einen Schiffsrumpf.

Öffnungszeiten: Von September bis Juni dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr sowie am Wochenende von 10 bis 18 Uhr. Im Juli und August ist das Zentrum dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Montag ist Ruhetag.

Eintritt: Die Dauerausstellung kostet 45 Złoty, ermäßigt 37 Złoty. Ein Kombiticket mit Planetarium kostet 70 beziehungsweise ermäßigt 52 Złoty. Nach dem Kauf eines Ausstellungs- oder Planetariumtickets ist der Zugang zur Dachterrasse kostenlos. Da der Einlass zur Ausstellung zu gebuchten Zeiten erfolgt und das Planetarium nur eine begrenzte Zahl an Plätzen hat, solltest du die Tickets möglichst vorab buchen.

Adresse: ul. Nad Duńczycą 1

Technik- und Kommunikationsmuseum

Das Technik- und Kommunikationsmuseum befindet sich in einem ehemaligen Straßenbahndepot im Stadtteil Niebuszewo. In der großen Fahrzeughalle stehen alte Stettiner Straßenbahnen, Busse, Motorräder und Autos. Ein Teil der Sammlung beschäftigt sich mit der Geschichte des öffentlichen Nahverkehrs, ein anderer mit dem Fahrzeugbau in Stettin und Polen.

Besonders ausführlich stellt das Museum die Firma Stoewer vor. Das Stettiner Unternehmen begann mit Nähmaschinen und Fahrrädern und baute später auch Autos. Ebenfalls aus Stettin stammt die Junak, eines der bekanntesten polnischen Motorräder der Nachkriegszeit. Hinzu kommen polnische Prototypen, Kleinstwagen und Fahrzeuge aus verschiedenen sozialistischen Staaten. Dadurch ist das Museum auch für Besucher interessant, die sich weniger für Straßenbahnen als für die Industriegeschichte der Stadt interessieren.

Historischer Polski Fiat 125p im Technik- und Kommunikationsmuseum Stettin
Ein Polski Fiat 125p in der Fahrzeughalle des ehemaligen Straßenbahndepots.

Für Kinder gibt es zusätzlich das Motoexperymentarium „Smyk“ mit 15 Stationen. Dort lassen sich unter anderem ein Rad wechseln, Schneeketten montieren und Reaktionsvermögen oder Fahrverhalten in einem Simulator testen. Der Besuch dauert höchstens 50 Minuten und beginnt jeweils zur vollen Stunde. Dafür wird ein separates Ticket benötigt.

Öffnungszeiten: Dienstag von 10 bis 15 Uhr, Mittwoch bis Freitag von 10 bis 16 Uhr, Samstag von 10 bis 18 Uhr und Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Montags bleibt das Museum geschlossen.

Eintritt: Das Museum kostet 25 Złoty, ermäßigt 17 Złoty. Das Motoexperymentarium kostet zusätzlich 15 beziehungsweise 10 Złoty. Dienstags ist der Eintritt in beide Ausstellungen kostenlos. Auf dem Innenhof stehen Parkplätze für Museumsbesucher zur Verfügung.

Adresse: ul. Niemierzyńska 18A

Zeitgenössische Kunst in Stettin

Für zeitgenössische Kunst gibt es in Stettin zwei größere Anlaufstellen. Beide arbeiten überwiegend mit wechselnden Ausstellungen. Vor dem Besuch solltest du daher kurz in das aktuelle Programm schauen, statt mit einer festen Dauerausstellung zu rechnen.

Museum für Zeitgenössische Kunst

Das Museum für Zeitgenössische Kunst gehört zum Nationalmuseum in Stettin. Gezeigt werden Arbeiten polnischer und internationaler Künstler sowie Projekte mit Bezug zu Stettin und Westpommern. Malerei und Fotografie gehören ebenso zum Programm wie Installationen, Videokunst und digitale Arbeiten.

Da die Ausstellungen regelmäßig wechseln, kann sich auch der Umfang eines Besuchs deutlich unterscheiden. Aktuell laufende und geplante Projekte findest du in der Ausstellungsübersicht des Nationalmuseums.

Das Museum befindet sich in der früheren Kommandantur der Stettiner Garnison nahe dem Platz Orła Białego. Der historische Bau besitzt keinen Aufzug und ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nur teilweise zugänglich.

Öffnungszeiten: Dienstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr, Mittwoch bis Samstag von 10 bis 18 Uhr. Montag ist geschlossen.

Eintritt: Für Wechselausstellungen werden regulär 15 Złoty und ermäßigt 8 Złoty berechnet. Bei einzelnen Veranstaltungen können andere Preise gelten.

Adresse: ul. Staromłyńska 1

TRAFO Trafostacja Sztuki

Die TRAFO Trafostacja Sztuki nutzt seit 2013 eine ehemalige elektrische Umspannstation. Das modernistische Backsteingebäude wurde 1912 errichtet und stand vor seinem Umbau viele Jahre leer. Heute verteilen sich die Ausstellungen über die hohe Halle und mehrere kleinere Räume.

Das Programm reicht von Malerei, Fotografie und Installationen bis zu Performances, Konzerten und Begegnungen mit Künstlern. Dadurch kann ein Besuch je nach aktueller Ausstellung sehr unterschiedlich ausfallen. Das Programm ist meist experimenteller und internationaler ausgerichtet als im Museum an der Staromłyńska. Im Erdgeschoss befinden sich außerdem eine Kunstbuchhandlung und ein Café.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag und Sonntag von 11 bis 19 Uhr, Freitag und Samstag von 11 bis 21 Uhr. Montag ist geschlossen.

Eintritt: Ein reguläres Ticket kostet 16 Złoty, ermäßigt 8 Złoty. Freitags und samstags gilt zwischen 18 und 21 Uhr ein Angebot, bei dem der zweite Eintritt nur einen Złoty kostet. Führungen zu den Ausstellungen sind im jeweiligen Eintrittspreis enthalten.

Adresse: ul. Świętego Ducha 4

Eine kleinere Ergänzung ist das Kulturhaus 13 Muz. In der Galeria Foyer und der Galeria Enter werden regelmäßig Malerei, Fotografie und Arbeiten von Künstlern aus der Region gezeigt. Eine weitere Galerie richtet sich speziell an Kinder. Der Eintritt zu den Ausstellungen ist meistens kostenlos, die Besuchszeiten richten sich jedoch nach dem jeweiligen Programm.

Adresse: plac Żołnierza Polskiego 2

Nationalmuseum an der Hakenterrasse

Der große Bau an der Hakenterrasse ist der Hauptsitz des Nationalmuseums in Stettin. Das Gebäude wurde 1913 als Städtisches Museum eröffnet und gehört heute selbst zu den bekanntesten Bauwerken dieses Teils der Stadt.

Hauptgebäude des Nationalmuseums an der Hakenterrasse in Stettin
Das Hauptgebäude des Nationalmuseums steht direkt an der Hakenterrasse.

Die Dauerausstellungen decken mehrere Themen ab. Zwei Bereiche zeigen mittelalterliche sowie frühneuzeitliche Kunst aus Pommern. Dazu gehören Altäre, Skulpturen und kirchliche Kunstwerke aus der Zeit vor und nach der Reformation. Eines der bedeutendsten Stücke ist das große Kruzifix aus Kamień Pomorski.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Antikensammlung der Stettiner Familie Dohrn. Zu sehen sind Rekonstruktionen berühmter griechischer Bronzestatuen und antike Keramik. Die Figuren wurden bereits bei der Planung des Museums für dessen zentrale Halle vorgesehen und stehen deshalb noch heute in dem Raum, für den sie ursprünglich bestimmt waren.

Ungewöhnlich umfangreich sind außerdem die Ausstellungen zu afrikanischen Kulturen. Rekonstruierte Gehöfte der Lobi und Somba vermitteln einen Eindruck vom Alltag in Westafrika. Hinzu kommen Masken, Kultfiguren sowie Puppen und Marionetten. Viele Stücke gelangten durch Forschungsreisen und über Mitarbeiter der Polnischen Seeschifffahrt nach Stettin. Damit hat die Sammlung trotz ihres Themas einen direkten Bezug zur Geschichte der Hafenstadt.

Bis Ende 2026 zeigt das Museum zusätzlich eine Sammlung kleiner japanischer Netsuke- und Okimono-Figuren. Noch bis Januar 2027 läuft eine Ausstellung mit rund 180 Waffen und Ausrüstungsteilen aus dem früheren Herzogtum Pommern.

Öffnungszeiten: Dienstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr, Mittwoch bis Samstag von 10 bis 18 Uhr. Montag ist geschlossen.

Eintritt: Die Dauerausstellungen kosten 20 Złoty, ermäßigt 12 Złoty. Für Dauer- und Wechselausstellungen zusammen werden 30 beziehungsweise ermäßigt 15 Złoty berechnet. Samstags ist der Besuch der Dauerausstellungen kostenlos.

Die Aussichtsplattform im Turm bleibt wegen der laufenden Sanierung während des gesamten Jahres 2026 geschlossen. Die übrigen Ausstellungen können weiterhin besucht werden.

Adresse: Wały Chrobrego 3

Kleinere Museen und besondere Ausstellungen

Neben den großen Häusern gibt es in Stettin einige kleinere Museen, die sich sehr unterschiedlichen Themen widmen. Eines zeigt den Alltag im sozialistischen Polen, ein anderes setzt vor allem auf bunte Kulissen und optische Illusionen.

Museum Stettin in der Volksrepublik Polen

Während das Dialogzentrum Umbrüche die politischen Ereignisse der Nachkriegszeit erklärt, zeigt das private Muzeum Szczecin w PRL, wie der Alltag in Polen zwischen 1952 und 1989 aussah. Dafür wurden unter anderem eine Wohnung, ein Geschäft, eine Kleingartenlaube und das Büro eines Parteifunktionärs eingerichtet. Hinzu kommen Bereiche über Kindheit, Freizeit, Sport und bekannte Stettiner Betriebe.

Viele der ausgestellten Möbel, Verpackungen, Haushaltsgeräte und Spielsachen stammen tatsächlich aus dieser Zeit. Dadurch wirkt das kleine Museum weniger wie eine klassische Sammlung und eher wie eine Reise in den Alltag der Volksrepublik Polen. Die Erläuterungen gibt es auch auf Deutsch.

Adresse: ul. Śląska 51, Stettin
Öffnungszeiten: Freitag von 9 bis 15 Uhr nach vorheriger Anmeldung, Samstag und Sonntag von 12 bis 15 Uhr. Da sich die Öffnungstage ändern können, solltest du sie vor dem Besuch noch einmal prüfen.
Eintritt: 20 Złoty, ermäßigt 15 Złoty

Be Happy Museum

Das Be Happy Museum ist trotz seines Namens kein Museum im klassischen Sinn. Dich erwarten farbige Räume, optische Illusionen und zahlreiche Kulissen, die vor allem zum Fotografieren gedacht sind. Wer sich für Geschichte oder Kunst interessiert, findet in Stettin passendere Adressen. Als wetterunabhängige Unternehmung mit Kindern oder für ungewöhnliche Urlaubsfotos kann die Ausstellung dennoch Spaß machen.

Der Eintritt ist im Vergleich zu den städtischen Museen recht hoch. Tickets kannst du vor Ort oder vorab für ein festes Zeitfenster online buchen.

Adresse: al. Papieża Jana Pawła II 3–4, Stettin
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 11 bis 18 Uhr, Freitag bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr
Eintritt: 55 Złoty, ermäßigt 50 Złoty; Kinder unter drei Jahren zahlen 5 Złoty

Unterirdische Route unter dem Hauptbahnhof

Direkt unter dem Stettiner Hauptbahnhof liegt ein ehemaliger Luftschutzbunker, der während des Zweiten Weltkriegs mehr als 5.000 Menschen aufnehmen konnte. Heute führen die Unterirdischen Routen von Stettin durch lange Gänge und zahlreiche Räume unter den Bahngleisen.

Mit einer Eintrittskarte besichtigst du drei miteinander verbundene Ausstellungen. Der erste Teil behandelt den Zweiten Weltkrieg und die Luftangriffe auf Stettin, der zweite den Kalten Krieg und das Leben in der Volksrepublik Polen. Eine kleinere „Selfie mit PRL“-Route setzt dagegen stärker auf nachgestellte Szenen und Fotomotive. Die historischen Informationen stehen auf Polnisch, Deutsch und Englisch zur Verfügung.

Für den Rundgang solltest du etwa 60 bis 90 Minuten einplanen. Im Bunker herrschen das ganze Jahr über ungefähr 14 Grad, sodass selbst im Sommer eine Jacke sinnvoll ist. Eine Reservierung ist für Einzelbesucher nicht erforderlich. Die Eintrittskarten werden ausschließlich vor Ort verkauft.

Der etwas versteckte Eingang befindet sich auf Gleis 1 des Hauptbahnhofs. Vom Empfangsgebäude gehst du auf den Bahnsteig und dort nach rechts bis zu einem gläsernen Pavillon. Über die Treppe gelangst du hinunter zur Kasse.

Adresse: ul. Kolumba 2, Hauptbahnhof Stettin
Öffnungszeiten: täglich von 12 bis 16 Uhr, letzter Einlass um 15 Uhr
Eintritt: 55 Złoty, ermäßigt 45 Złoty, Kinder unter sechs Jahren 10 Złoty

Museumsbesuch in Stettin planen

Das Nationalmuseum in Stettin ist kein einzelnes Gebäude, sondern verteilt sich auf mehrere Standorte. Das Museum für Stadtgeschichte im Alten Rathaus, das Museum für regionale Traditionen und das Museum für zeitgenössische Kunst liegen in oder nahe der Altstadt. Diese drei Häuser kannst du gut zu Fuß miteinander verbinden. Auch das TRAFO befindet sich in diesem Bereich.

Vom Dialogzentrum Umbrüche sind es nur wenige Minuten bis zum Hauptgebäude des Nationalmuseums an der Hakenterrasse. Das Maritime Wissenschaftszentrum liegt auf der gegenüberliegenden Oderseite auf der Łasztownia. Lediglich das Technik- und Kommunikationsmuseum befindet sich weiter außerhalb des Zentrums. Am einfachsten erreichst du es mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle „Muzeum Techniki“.

Die Abteilungen des Nationalmuseums bleiben montags geschlossen. Samstags ist der Eintritt in die Dauerausstellungen kostenlos. Wenn du mehrere Museen besuchen und dafür Busse oder Straßenbahnen nutzen möchtest, kann sich außerdem die Stettiner Touristenkarte lohnen. Sie kostet 30 Złoty für 24 Stunden oder 45 Złoty für 72 Stunden, gilt als Fahrschein im Stadtverkehr und bietet unter anderem 50 Prozent Ermäßigung im Nationalmuseum sowie im Technik- und Kommunikationsmuseum.