Slowinzischer Nationalpark – Wanderdünen, Routen und Tipps

Der Slowinzische Nationalpark erstreckt sich zwischen Leba und Rowy und umfasst breite Wanderdünen, zwei große Küstenseen sowie lange, unbebaute Strandabschnitte. Der Wind trägt den Sand immer weiter ins Landesinnere und verändert dadurch ständig die Landschaft. Das bekannteste Ziel ist die Łącka-Düne westlich von Leba. Von ihrem Kamm blickst du über die Ostsee, den Łebsko-See und die hellen Sandflächen dazwischen.

Allerdings ist das Gebiet deutlich größer als das bekannte Dünengebiet bei Leba. Während du den östlichen Teil am besten über Rąbka erreichst, führen Czołpino, Rowy und Kluki in den ruhigeren Westen. Die einzelnen Ziele liegen weit auseinander und lassen sich deshalb nicht einfach bei einem kurzen Rundgang miteinander verbinden.

Vor dem Besuch solltest du also entscheiden, welchen Teil des Parks du sehen möchtest. Hier erfährst du, welcher Ausgangspunkt zu deinem Ausflug passt, wie du zur Łącka-Düne kommst und was du bei Eintritt, Anreise, Parken und Hunden beachten musst.

Welcher Zugang zum Slowinzischen Nationalpark passt zu deinem Ausflug?

Welcher Ausgangspunkt sinnvoll ist, hängt vor allem von deinem Urlaubsort und dem gewünschten Ziel ab. Zur Łącka-Düne führt der Weg über Rąbka bei Leba. Den westlichen Teil des Nationalparks erreichst du dagegen über Czołpino, Rowy, Smołdzino oder Kluki. Da zwischen den einzelnen Bereichen große Seen und geschützte Flächen liegen, kannst du nicht einfach mit dem Auto quer durch den Park fahren.

AusgangspunktDas findest du dortDafür eignet sich der Zugang
Rąbka bei LebaŁącka-Düne, ehemalige Raketenstation und Rundweg über den StrandFür den ersten Besuch und den klassischen Ausflug zu den Wanderdünen
CzołpinoLeuchtturm, Museum, Strand und DünenlandschaftFür eine Wanderung durch den ruhigeren westlichen Teil des Parks
RowyDołgie Małe, Küstenwald und Wege zum StrandFür kürzere Wanderungen und Radtouren im Nordwesten
Kluki und SmołdzinoFreilichtmuseum, Łebsko-See und Aussichtsturm auf dem RowokółWenn du Natur und die Geschichte der Region miteinander verbinden möchtest

Wenn du in Leba übernachtest und nur einen Tag für den Nationalpark hast, ist Rąbka der sinnvollste Ausgangspunkt. Von Rowy oder Ustka aus liegen Czołpino und der westliche Parkteil näher. Für die Łącka-Düne müsstest du dagegen zunächst bis nach Leba fahren.

Wanderdüne im Slowinzischen Nationalpark bei Leba
Wind und Sand verändern die Wanderdünen westlich von Leba ständig.

Von Rąbka zur Łącka-Düne – der klassische Ausflug

Rąbka liegt am westlichen Rand von Leba und ist der wichtigste Ausgangspunkt für den Weg zur Łącka-Düne. Vom Parkeingang führt die Strecke zunächst durch den Küstenwald. Nach etwa drei Kilometern erreichst du die ehemalige Raketenstation. Auf dem früheren militärischen Testgelände befinden sich heute eine historische Ausstellung und ein Aussichtsturm.

Laufendes Reh am Parkeingang in Rąbka
Ein Reh nahe dem Parkeingang in Rąbka.

Hinter der Raketenstation wird der Weg zunehmend sandiger. Schließlich öffnet sich der Wald und du stehst vor der breiten Front der Wanderdüne. Das letzte Stück führt durch losen Sand hinauf. Oben reicht der Blick über die Dünen, den Łebsko-See und die Ostsee.

Blick von der Łącka-Düne auf den Łebsko-See
Von der Łącka-Düne reicht der Blick nach Süden über den Łebsko-See.

Für den vollständigen Rundweg gehst du von der Łącka-Düne weiter bis zum Strand und anschließend an der Ostsee zurück in Richtung Leba. Die offiziell ausgewiesene Runde ist rund 15 Kilometer lang und verläuft etwa zur Hälfte am Strand. Der Nationalpark gibt für geübte Wanderer ungefähr drei Stunden ohne Pausen an. Mit dem Besuch der Raketenstation und Zeit auf der Düne solltest du jedoch eher vier bis sechs Stunden einplanen.

Wenn du nicht die gesamte Strecke laufen möchtest, kannst du von Rąbka mit einem Elektrobus bis zur Raketenstation fahren. Fahrten weiter bis an den Fuß der Łącka-Düne gibt es 2026 nur nach Fahrplan, vor allem morgens und am späten Nachmittag. Zwischen 11 und 17 Uhr ist dieser Abschnitt ausschließlich für Fußgänger freigegeben. Den letzten Anstieg auf die Düne gehst du zu Fuß.

Mit dem Fahrrad darfst du bis zur ehemaligen Raketenstation fahren. Der folgende Abschnitt zur Łącka-Düne ist als reiner Fußweg ausgewiesen.

Auf der Düne und am Strand gibt es kaum Schatten. An warmen Tagen solltest du deshalb möglichst früh starten und ausreichend Wasser mitnehmen. Feste Schuhe sind vor allem für den längeren Rundweg angenehmer als Sandalen.

Czołpino, Rowy und Kluki – der ruhigere Westen

Der westliche Teil des Nationalparks ist kein kurzer Zusatz zum Ausflug zur Łącka-Düne. Czołpino, Rowy und Kluki haben eigene Zugänge und eignen sich jeweils für einen halben oder ganzen Tag. Dabei stehen nicht allein die Wanderdünen im Mittelpunkt, sondern auch die Küstenseen, Wälder und die Geschichte der Slowinzen.

Czołpino – Leuchtturm und Wanderdünen

Bei Czołpino lassen sich mehrere Ziele auf einer Wanderung verbinden. Am Ausgangspunkt befindet sich das Museum des Nationalparks in der früheren Siedlung der Leuchtturmwärter. Von dort führt der Weg durch den Wald hinauf zum Leuchtturm, der auf einer bewaldeten Düne steht. Von der Aussichtsplattform blickst du über die Wälder, die Ostsee und das Dünengebiet.

Anschließend kannst du weiter zum Strand und zur Czołpińska-Düne gehen. Die vom Nationalpark vorgeschlagene Runde durch diesen Bereich ist etwa acht Kilometer lang. Damit ist Czołpino eine gute Wahl, wenn du Wanderdünen sehen möchtest, den stark besuchten Zugang bei Rąbka aber vermeiden willst.

Rowy – Küstenwald, Seen und Strand

Rowy grenzt direkt an den nordwestlichen Teil des Nationalparks. Vom Ort führen Wanderwege durch den Küstenwald zum Dołgie Małe und weiter an die Ostsee. Am See gibt es einen Aussichtssteg, von dem du das flache Ufer und die umliegenden Feuchtgebiete überblickst.

Die vollständige Runde über den See und den Strand ist rund 16 Kilometer lang. Für einen kürzeren Spaziergang kannst du jedoch bereits am Dołgie Małe umkehren. Südlich von Rowy führen weitere Wege zum Gardno-See und zu einer Aussichtsplattform am Ufer.

Kluki und Smołdzino – Slowinzen und Łebsko-See

Kluki liegt am südwestlichen Ufer des Łebsko-Sees. Im Freilichtmuseum stehen wiederaufgebaute Wohnhäuser, Scheunen und Werkstätten der Slowinzen, die früher in dieser Region lebten. Vom Dorf führt außerdem eine rund sieben Kilometer lange Wanderroute zum See und durch die Ciemińskie Sümpfe.

Im benachbarten Smołdzino kannst du auf den bewaldeten Rowokół steigen. Der Weg auf den Hügel ist kurz, aber stellenweise steil. Von der Aussichtsplattform reicht der Blick über den westlichen Nationalpark bis zu den Seen Gardno und Łebsko.

Wandern und Radfahren im Slowinzischen Nationalpark

Der Nationalpark hat ein weit verzweigtes Netz aus Wander- und Radwegen. Allerdings sagt die Länge einer Strecke nur bedingt etwas über ihre Schwierigkeit aus. Wege über lockeren Sand oder entlang des Strandes kosten deutlich mehr Kraft als feste Waldwege. Plane deshalb lieber etwas mehr Zeit ein, besonders wenn du unterwegs Aussichtspunkte oder Museen besuchen möchtest.

RouteLängeAusgangspunkt und Verlauf
Łącka-Düne und Strand15,1 kmRundweg ab Stara Łeba über Rąbka, die Wanderdüne und den Ostseestrand
Czołpino mit Leuchtturm und Dünenetwa 8 kmWanderung ab Czołpino durch den Wald, über die Dünen und zum Leuchtturm
Rowy, Dołgie Małe und Strand16,4 kmLängere Runde ab Rowy durch den Küstenwald und am See vorbei zur Ostsee
Kluki, Łebsko-See und Ciemińskie Sümpfe7,3 kmWanderung ab Kluki durch Feuchtgebiete bis an das Ufer des Łebsko-Sees
Wodne Perły11,2 kmRadrunde ab der Schule in Smołdzino auf überwiegend unbefestigten Wegen

Viele markierte Wanderwege dürfen grundsätzlich auch mit dem Fahrrad genutzt werden. Einige Abschnitte sind jedoch zu sandig oder ausdrücklich für Fahrräder gesperrt. Das betrifft derzeit unter anderem den Weg von der ehemaligen Raketenstation zur Łącka-Düne. Auch die Verbindung zwischen Kluki und Izbica solltest du nicht als Abkürzung einplanen, denn sie führt durch sumpfiges Gelände und ist kein ausgewiesener Radweg.

Polnische Informationstafel an einem Wanderweg im Nationalpark
Viele Hinweise entlang der Wege sind ausschließlich auf Polnisch beschriftet.

Für eine längere Radtour lohnt sich deshalb ein Blick auf die aktuelle Karte des Nationalparks. Außerdem solltest du nach starken Regenfällen damit rechnen, dass einzelne Wald- und Moorwege schwerer befahrbar sind.

Kajakfahren und Bootstouren im Slowinzischen Nationalpark

Durch den Slowinzischen Nationalpark fließen mit der Łeba und der Łupawa zwei Flüsse, auf denen ausgewiesene Kajaktouren möglich sind. Eine zusätzliche Genehmigung der Parkverwaltung brauchst du dafür nicht. Allerdings darfst du die Touren nicht auf eigene Faust über die großen Küstenseen fortsetzen.

Offizielle Informationen zu den Kajakrouten

Kajaktour auf der Łeba

Die einfachere Strecke führt auf der Łeba von Poraj bis zur Straßenbrücke bei Gać. Insgesamt ist die Tour knapp elf Kilometer lang und dauert etwa drei bis vier Stunden. Da der Fluss auf diesem Abschnitt ruhig ist, eignet sich die Strecke auch für Familien und weniger erfahrene Paddler.

Spätestens an der vorgesehenen Ausstiegsstelle musst du die Tour beenden. Die Weiterfahrt auf den Lebasee ist aus Gründen des Naturschutzes und wegen des teilweise starken Wellengangs verboten.

Konkretes Angebot für die Strecke Poraj–Gać

Arkos Kajaki Flow vermietet Kajaks für die 10,5 Kilometer lange Strecke von Poraj nach Gać. Zum Angebot gehören Kajak, Paddel, Schwimmweste, ein wasserdichter Beutel sowie der Transport der Kajaks. Nach der Tour werden außerdem die Fahrer zurück zu ihren Autos gebracht.

Die Strecke kann im Buchungssystem bereits ab einem Kajak reserviert werden. Abhängig von Saison und Wochentag kostet ein Platz im Doppelkajak 2026 zwischen 50 und 70 Złoty pro Person. Die Tour wird ohne Guide gefahren.

Kajaktour auf der Łupawa

Die Łupawa ist etwas abwechslungsreicher. Du kannst die Tour an der Straßenbrücke zwischen Stojcino und Siecie beginnen und rund zwölf Kilometer bis zum Gardno-See paddeln. Eine längere Variante startet bereits in Żelkowo und misst etwa 19 Kilometer.

Technisch ist der untere Abschnitt nicht besonders schwierig. Allerdings musst du das Kajak an mehreren Wehren und an der Wasserkraftanlage in Smołdzino umtragen. Dadurch ist die Tour anstrengender, als es die reine Entfernung vermuten lässt.

Auch hier endet die freigegebene Strecke am Gardno-See. Eine Überquerung des Sees und die Weiterfahrt auf der Łupawa bis Rowy sind nicht erlaubt.

Kajaktour Poraj–Gać ansehen – Direkt online reservieren

Bootsfahrten auf dem Lebasee

In der Saison können vom Anleger in Rąbka Fahrgastschiffe zur ehemaligen Raketenstation und nach Kluki fahren. Damit lässt sich der Nationalpark auch vom Wasser aus sehen. Außerdem kann die Fahrt den Weg zur Raketenstation verkürzen.

Der Betrieb hängt jedoch vom Zustand der Anleger und vom jeweiligen Saisonangebot ab. Prüfe deshalb vor dem Ausflug, ob die gewünschte Verbindung tatsächlich angeboten wird.

Aktuelle Informationen zu den Fahrgastschiffen

Wanderdünen und Küstenseen – die Natur im Park

Die Wanderdünen entstehen, weil Wind trockenen Sand vom Strand ins Landesinnere trägt. Wo Pflanzen den Untergrund nicht festhalten, setzt sich der Sand weiter in Bewegung. Das große Dünenfeld zwischen Ostsee und Łebsko-See verschiebt sich je nach Wind und Wetter etwa zwei bis zehn Meter pro Jahr. Dabei werden einzelne Waldflächen langsam unter dem Sand begraben, während an anderer Stelle wieder alte Baumstämme zum Vorschein kommen.

Sandiger Wanderweg über die Dünen bei Leba
Auf den offenen Dünen gibt es kaum Schatten – im Sommer sind Morgen und später Nachmittag angenehmer.

Zum Slowinzischen Nationalpark gehören jedoch nicht nur Dünen und Strand. Einen großen Teil nehmen die flachen Küstenseen Łebsko und Gardno ein. Beide waren ursprünglich Buchten der Ostsee und wurden später durch schmale Landstreifen vom Meer getrennt. Da sie weiterhin über Flüsse mit der Ostsee verbunden sind, kann bei starkem Wind zeitweise Salzwasser in die Seen gelangen. Rund um die Ufer liegen breite Schilfgürtel, Moore und feuchte Wälder.

Infotafel über Silbergras am Naturlehrpfad Rąbka
Am Naturlehrpfad Rąbka erklären Tafeln die Pflanzenwelt der Dünen – allerdings nur auf Polnisch.

Vor allem für Vögel sind diese schwer zugänglichen Bereiche wichtig. Während des Vogelzugs rasten zahlreiche Wasser- und Watvögel an den Seen. In den Wäldern rund um den Łebsko-See brüten außerdem Seeadler. Von den Aussichtsstegen bei Kluki, Rowy und den kleineren Seen kannst du die Tiere beobachten, ohne die geschützten Uferbereiche zu betreten.

Museen im und am Slowinzischen Nationalpark

Rund um den Nationalpark gibt es mehrere Museen, die sich mit der Natur und Geschichte der Region beschäftigen. Für Besucher sind vor allem das Nationalparkmuseum in Czołpino, das Freilichtmuseum in Kluki und das Raketenmuseum auf dem Weg zur Łącka-Düne interessant.

Nationalparkmuseum in Czołpino

Das Museum des Slowinzischen Nationalparks befindet sich in einer ehemaligen Leuchtturmwärtersiedlung aus dem Jahr 1871. Die Ausstellung erklärt, wie Wind, Wasser und Sand die Küste verändern. Außerdem geht es um die Tier- und Pflanzenwelt sowie um das frühere Leben in der Region.

Leuchtturm Czołpino zwischen den Kiefern des Nationalparks
Der Leuchtturm von Czołpino steht auf einer bewaldeten Düne nahe dem Nationalparkmuseum.

Das Museum lässt sich gut mit dem Leuchtturm von Czołpino verbinden, da beide Ziele nah beieinanderliegen. Die aktuellen Öffnungszeiten und Eintrittspreise findest du auf der Website des Nationalparks.

Freilichtmuseum der Slowinzen in Kluki

Im Freilichtmuseum von Kluki stehen historische Wohnhäuser, Scheunen und Wirtschaftsgebäude aus der Region. Die eingerichteten Gebäude zeigen, wie die Slowinzen früher vom Fischfang, von der Landwirtschaft und von der Verarbeitung des Schilfs lebten.

Historisches Fachwerkhaus im Freilichtmuseum Kluki
Im Freilichtmuseum Kluki stehen Wohn- und Wirtschaftsgebäude der früheren Slowinzen.

Da sich ein großer Teil des Museums unter freiem Himmel befindet, solltest du für den Besuch mehr Zeit einplanen. Im Sommer finden außerdem regelmäßig Vorführungen traditioneller Arbeiten statt.

Informationen zum Freilichtmuseum in Kluki

Raketenmuseum bei Rąbka

Das Muzeum Wyrzutni Rakiet liegt direkt am Weg von Rąbka zur Łącka-Düne. Auf dem Gelände befand sich während des Zweiten Weltkriegs ein deutscher Raketentestplatz. Später wurden hier polnische Wetterraketen erprobt.

Startanlage im Raketenmuseum bei Rąbka
Auf dem früheren Testgelände sind Raketenmodelle und Reste der Startanlagen zu sehen.

Zu sehen sind Raketenmodelle, Überreste militärischer Anlagen und ein ehemaliger Bunker. Von einem Aussichtsturm blickst du außerdem über den Lebasee. Da das Museum direkt an der Hauptroute liegt, kannst du den Besuch ohne größeren Umweg mit der Wanderung zur Düne verbinden. Geöffnet ist es saisonal.

Informationen zum Raketenmuseum bei Rąbka

Kleine Ausstellungen in Rowy und Rąbka

In Rowy gibt es eine kleine Außenstelle des Nationalparkmuseums. Die Ausstellung „Der Strand im Wechsel der Jahreszeiten“ beschäftigt sich mit der Tierwelt und den Veränderungen des Strandes. Für Einzelbesucher ist sie normalerweise nur im Juli und August geöffnet.

Die Außenstelle in Rąbka erklärt dagegen die Entstehung und Bewegung der Wanderdünen. Sie kann derzeit jedoch nur von angemeldeten Gruppen besucht werden und ist deshalb für einen normalen Tagesausflug meist keine Option.

Eintritt, Zugangszeiten und Regeln

Für den Slowinzischen Nationalpark brauchst du nicht auf allen Wegen eine Eintrittskarte. Gebühren werden vom 1. Mai bis zum 30. September nur auf ausgewählten Strecken in den Bereichen Rąbka, Rowy und Smołdziński Las erhoben. Ein Tagesticket kostet 2026 regulär 10 PLN und ermäßigt 5 PLN. Kinder unter sieben Jahren zahlen keinen Eintritt. Die Tickets bekommst du online oder an den Kassen der kostenpflichtigen Wege.

Parkplätze, Elektrobusse und einzelne Sehenswürdigkeiten sind nicht im Parkeintritt enthalten. Für Czołpino gibt es jedoch ein Kombiticket. Es kostet 30 PLN beziehungsweise ermäßigt 18 PLN und umfasst den Parkeintritt, das Museum sowie den Leuchtturm.

Zugangszeiten des Nationalparks

Die Wege des Nationalparks sind ganzjährig zugänglich. Du darfst sie ab einer Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang nutzen. Kassen, Museen und Aussichtspunkte haben allerdings eigene Öffnungszeiten.

Der Leuchtturm von Czołpino ist vom 1. Mai bis zum 15. Juni sowie im September täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Vom 16. Juni bis zum 31. August kannst du ihn von 9 bis 20 Uhr besuchen. Zwischen Oktober und April ist eine Besichtigung nur für angemeldete Gruppen mit mindestens zehn Personen möglich.

Das Museum in Czołpino öffnet von Mai bis September dienstags bis sonntags von 9 bis 17 Uhr. Montags bleibt es geschlossen. Außerhalb der Saison gelten kürzere Öffnungszeiten, während im Winter zeitweise nur angemeldete Gruppen eingelassen werden.

Hunde, Drohnen und weitere Regeln

Im Nationalpark darfst du dich nur auf den markierten Wanderwegen, Radwegen und freigegebenen Stränden bewegen. Dadurch bleiben Dünen, Moore und Brutgebiete außerhalb der Wege ungestört.

Hunde sind lediglich auf einigen ausdrücklich freigegebenen Strecken erlaubt. Die Wege zur Łącka-Düne und zur Czołpińska-Düne gehören nicht dazu. Prüfe deshalb vor dem Besuch die aktuelle Hundekarte des Nationalparks.

Drohnen dürfen ohne besondere Genehmigung nicht gestartet werden. Außerdem sind wildes Campen und Übernachtungen außerhalb zugelassener Unterkünfte im gesamten Park verboten.

Anreise und Parken im Slowinzischen Nationalpark

Der Slowinzische Nationalpark hat keinen zentralen Eingang. Deshalb solltest du im Navi immer den Ausgangspunkt deines Ausflugs angeben – etwa Parking Rąbka, Parking Czołpino Leśny oder Parking Czołpino Jednostka Wojskowa.

Übersichtskarte des Slowinzischen Nationalparks auf einer Informationstafel
Die Übersichtskarte zeigt die Wege und Schutzbereiche im Nationalpark.

Rąbka – zur Łącka-Düne

Rąbka liegt westlich von Leba und ist der wichtigste Ausgangspunkt für den Weg zur Łącka-Düne. Von Leba aus kannst du den Parkplatz auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen. Wer mit dem Auto kommt, zahlt 2026 zwischen Anfang Mai und Mitte Juni sowie im September 40 Złoty pro Tag. Vom 15. Juni bis Ende August kostet das Tagesticket 50 Złoty.

Gerade an warmen Ferientagen lohnt sich eine frühe Anreise. Außerdem ist es auf der Düne am Vormittag meist angenehmer als in der Mittagshitze.

Czołpino – für Leuchtturm, Strand und Wanderdünen

Die westliche Parkhälfte erreichst du über Smołdzino und Smołdziński Las. Der Parkplatz Czołpino Leśny eignet sich für den Leuchtturm, das Nationalparkmuseum und den Weg zum Strand. Vom Parkplatz Czołpino Jednostka Wojskowa starten dagegen Wege zur Czołpińska-Düne und zur Aussichtsplattform auf dem ehemaligen Militärgelände.

Auf beiden Parkplätzen kostet ein Tagesticket für Autos 20 Złoty. Am Dołgie-Wielkie-See gibt es außerdem einen kleineren Parkplatz für 10 Złoty pro Tag.

Rowy und Kluki – Zugänge im Westen

Von Rowy führen mehrere markierte Wege direkt in den Nationalpark. Das Auto stellst du auf einem der öffentlichen Parkplätze im Ort oder am Ortsrand ab. Kluki ist dagegen der passende Ausgangspunkt für das Freilichtmuseum und die Wege am Lebasee.

Historischer Pferdekarren im Freilichtmuseum Kluki
Der Pferdekarren gehört zur landwirtschaftlichen Ausstellung des Freilichtmuseums.

Ohne Auto lässt sich vor allem der Ausflug von Leba über Rąbka gut organisieren. Die Verbindungen nach Czołpino, Smołdzino und Kluki sind allerdings deutlich eingeschränkter und teilweise saisonabhängig. Für diese Ziele bist du mit dem Auto oder Fahrrad daher meist flexibler.

Beste Reisezeit für den Slowinzischen Nationalpark

Für längere Wanderungen und Radtouren eignen sich besonders Mai, Juni und September. Dann ist es auf den offenen Dünen meist angenehmer als im Hochsommer. Außerdem geht es an den bekannten Zugängen häufig ruhiger zu.

Łącka-Düne westlich von Leba
Im Hochsommer ist der Aufstieg am Morgen oder späteren Nachmittag angenehmer.

Im Juli und August sind alle wichtigen Einrichtungen und saisonalen Angebote geöffnet. Allerdings gibt es auf der Łącka-Düne kaum Schatten, während sich der Sand an sonnigen Tagen stark aufheizt. Plane den Ausflug deshalb möglichst am Morgen oder am späteren Nachmittag. Wasser und Sonnenschutz gehören in dieser Zeit unbedingt in den Rucksack.

Im Frühjahr und Herbst lohnt sich der Park außerdem zur Vogelbeobachtung. Rund um die Küstenseen und Feuchtgebiete rasten dann zahlreiche Zugvögel. Das Wetter kann jedoch schnell wechseln, da Wind und Regen an der Küste oft stärker ausfallen als im geschützten Hinterland.

Auch im Winter bleiben viele Wege zugänglich. Museen, Leuchtturm und Fahrangebote sind dann allerdings geschlossen oder nur eingeschränkt geöffnet. Für einen ersten Besuch sind deshalb die Monate von Mai bis September am unkompliziertesten.

Übernachten am Slowinzischen Nationalpark

Da sich der Nationalpark weit entlang der Küste erstreckt, hängt die passende Unterkunft vor allem von deinem geplanten Zugang ab. Für die Łącka-Düne übernachtest du am besten in Leba. Möchtest du dagegen Czołpino, Kluki und den westlichen Parkteil erkunden, sind Smołdzino oder Rowy günstiger gelegen.

Leba – für die Łącka-Düne

In Leba ist die Auswahl an Hotels, Ferienwohnungen, Ferienhäusern und Campingplätzen am größten. Außerdem kannst du von hier zu Fuß oder mit dem Fahrrad nach Rąbka gelangen.

Hotel Gołąbek

Das kleine Hotel liegt zentral am Hafenkanal von Leba und etwa einen Kilometer vom Strand entfernt. Auch der Weg zum Nationalparkzugang in Rąbka ist von hier nicht weit.

Hotel Gołąbek bei Booking.com ansehen

Chillera Domki

Die Ferienhäuser liegen im ruhigeren Nowęcin bei Leba. Jedes Haus hat zwei Schlafzimmer, eine Küchenzeile und eine eigene Terrasse. Dadurch eignet sich die Anlage besonders für Familien oder einen längeren Aufenthalt.

Chillera Domki bei Booking.com ansehen

Smołdzino – kurze Wege nach Czołpino und Kluki

Smołdzino ist die bessere Wahl, wenn du vor allem den Leuchtturm von Czołpino, die Czołpińska-Düne oder das Freilichtmuseum in Kluki besuchen möchtest.

Dworek Słoneczko

Das Gästehaus liegt am Waldrand von Smołdzino und hat Zimmer sowie größere Apartments. Zum Haus gehören außerdem ein Innenpool und eine Sauna. Die westlichen Zugänge des Nationalparks erreichst du von hier deutlich schneller als von Leba.

Dworek Słoneczko bei Booking.com ansehen

Rowy – Nationalpark und Strandurlaub

Rowy liegt direkt am westlichen Rand des Nationalparks. Vom Ort führen Wander- und Radwege in Richtung Gardno-See und weiter durch den Park. Gleichzeitig wohnst du nur wenige Schritte vom Ostseestrand entfernt.

Hotel Columbus

Das Hotel liegt nahe am Strand und bietet sowohl klassische Hotelzimmer als auch Apartments. Damit passt es gut zu einem Aufenthalt, bei dem du Strandtage und Ausflüge in den Nationalpark verbinden möchtest.

Hotel Columbus bei Booking.com ansehen

Villa Kliwer 50 metrów od morza

Die Villa liegt im Zentrum von Rowy und nur wenige Schritte vom Strand entfernt. Zur Auswahl stehen Zimmer und Apartments, teilweise mit Küchenzeile sowie Balkon oder Terrasse.

Villa Kliwer bei Booking.com ansehen

Ustka – wenn der Nationalpark ein Tagesausflug bleibt

Auch Ustka kommt als Urlaubsort infrage. Allerdings liegt die Stadt weiter vom Nationalpark entfernt. Sie passt deshalb eher, wenn du nur einen Tagesausflug nach Rowy oder Czołpino planst.

Hotel Lubicz Wellness & Spa

Das Vier-Sterne-Hotel hat einen Innenpool und einen größeren Wellnessbereich. Es eignet sich vor allem, wenn du den Parkbesuch mit einem Hotel- und Strandurlaub in Ustka verbinden möchtest.

Hotel Lubicz bei Booking.com ansehen

Camping bei Leba

Mit Wohnmobil, Wohnwagen oder Zelt ist der Campingplatz Morski Nr. 21 eine passende Adresse. Er liegt auf der westlichen Seite von Leba, etwa 500 Meter vom Strand entfernt. Dadurch lassen sich Strandurlaub und Ausflüge in Richtung Rąbka gut miteinander verbinden. Innerhalb des Nationalparks ist Übernachten und Zelten nicht erlaubt.