Die wichtigsten Museen in Danzig

Zuletzt aktualisiert: August 2026

Die Museen in Danzig erklären vieles, was dir beim Rundgang durch die Stadt begegnet. Im Rechtstädtischen Rathaus und im Artushof geht es um die Zeit der Hanse, die Stadtregierung und die Danziger Kaufleute. Am Hafen erzählen das Krantor, die MS Sołdek und das Maritime Kulturzentrum vom Seehandel, vom Schiffbau und vom Leben an Bord. Einen deutlich jüngeren Teil der Stadtgeschichte behandeln dagegen das Museum des Zweiten Weltkriegs und das Europäische Zentrum der Solidarność.

Außerdem widmen sich das Bernsteinmuseum, das Nationalmuseum, das Archäologische Museum und das Uphagenhaus der Kunst, der Archäologie und dem bürgerlichen Alltag vergangener Jahrhunderte. Das Hevelianum setzt einen anderen Schwerpunkt, denn dort stehen Naturwissenschaften und eigene Experimente im Mittelpunkt.

Zu jedem Museum findest du Informationen zur Ausstellung und zur Lage sowie aktuelle Hinweise zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen.

Karte der Museen in Danzig

Nationales Maritimes Museum – Krantor, Sołdek und Speicherinsel

Das Nationale Maritime Museum verteilt sich in Danzig auf vier Standorte. Dazu gehören das Krantor, die Speicher auf der Ołowianka, die MS Sołdek und das Maritime Kulturzentrum. Alle vier liegen an der Mottlau. Daher kannst du sie bei einem Rundgang gut miteinander verbinden.

Krantor – Handel und Hafenleben im 17. Jahrhundert

Im Krantor führt die 2024 eröffnete Dauerausstellung zurück in den Danziger Hafen des 17. Jahrhunderts. Dabei erfährst du, welche Waren hier gehandelt wurden, wie der Schiffbau funktionierte und wie Kaufleute, Hafenarbeiter und Seeleute lebten. Am Ende des Rundgangs erreichst du die sechs Meter hohen Treträder, mit denen der historische Lastenkran angetrieben wurde.

Krantor an der Mottlau mit der MS Sołdek und den Speichern auf der Ołowianka
Mehrere Standorte des Nationalen Maritimen Museums liegen einander an der Mottlau direkt gegenüber.

MS Sołdek und Speicher auf der Ołowianka

Auf der gegenüberliegenden Speicherinsel liegt die MS Sołdek. Der 1948 vom Stapel gelaufene Kohle- und Erzfrachter war das erste nach dem Zweiten Weltkrieg in Polen gebaute Hochseeschiff. Heute kannst du durch die Laderäume, die Mannschaftsbereiche und den Maschinenraum gehen. Anschließend führen die benachbarten Speicher durch die Geschichte der polnischen Seefahrt. Dort siehst du Schiffsmodelle, Funde aus Ostsee-Wracks und maritime Gemälde.

Museum des Zweiten Weltkriegs in Danzig mit seinem markanten geneigten Turm
Auf der MS Sołdek kannst du unter anderem die Laderäume, die Mannschaftsbereiche und den Maschinenraum besichtigen.

Maritimes Kulturzentrum – Technik zum Ausprobieren

Das Maritime Kulturzentrum neben dem Krantor beschäftigt sich vor allem mit der Technik an Bord und im Hafen. An den interaktiven Stationen kannst du ein Schiff steuern, Waren verladen und mit einem Tauchboot unter Wasser gehen. Außerdem zeigt das Museum traditionelle Boote aus verschiedenen Teilen der Welt.

Museum des Zweiten Weltkriegs

Das Museum des Zweiten Weltkriegs zeigt, wie der Krieg begann, wie er sich über Europa und weitere Teile der Welt ausbreitete und welche Folgen er für die Zivilbevölkerung hatte. Das polnische Kriegserlebnis nimmt viel Raum ein. Dazu gehören der deutsche Überfall von 1939, die Besatzung, der Holocaust, der Widerstand und die Vertreibung nach dem Kriegsende.

Die Hauptausstellung umfasst mehr als 6.000 Quadratmeter und ist in 18 Themenbereiche gegliedert. Neben Waffen und militärischen Fahrzeugen siehst du persönliche Gegenstände, Briefe, Fotografien und Dokumente. Historische Filmaufnahmen, Berichte von Zeitzeugen und interaktive Karten ergänzen die Originale. Für den vollständigen Rundgang solltest du deshalb deutlich mehr Zeit einplanen als für die meisten anderen Museen in Danzig.

Denkmal für die gefallenen Werftarbeiter vor dem Europäischen Zentrum der Solidarność
Die Hauptausstellung liegt unter dem markanten Museumsbau und umfasst mehr als 6.000 Quadratmeter.

Einige Bilder und Berichte der Hauptausstellung sind für jüngere Kinder schwer einzuordnen. Das Museum empfiehlt den Rundgang daher ab zwölf Jahren. Für Kinder bis zwölf Jahre gibt es jedoch eine eigene Ausstellung „Zeitreise“. Drei nachgebildete Räume zeigen die Wohnung derselben Warschauer Familie kurz nach Kriegsbeginn, während der deutschen Besatzung und unmittelbar nach Kriegsende.

Europäisches Zentrum der Solidarność

Das Europäische Zentrum der Solidarność erzählt, wie aus den Streiks auf der Danziger Werft eine Bewegung mit rund zehn Millionen Mitgliedern entstand und welchen Anteil sie am Ende der kommunistischen Herrschaft in Polen hatte. Die Dauerausstellung beginnt mit den blutig niedergeschlagenen Arbeiterprotesten von 1970. Danach geht es um den Auguststreik von 1980, die Gründung der unabhängigen Gewerkschaft Solidarność, das Kriegsrecht und den demokratischen Umbruch von 1989.

Außenansicht des Europäischen Solidarność-Zentrums in Danzig mit moderner Architektur aus rostfarbenem Stahl
Das Europäische Zentrum der Solidarność steht auf dem früheren Werftgelände direkt neben dem historischen Tor Nummer 2.

Zu den wichtigsten Originalen gehören die Tafeln mit den 21 Forderungen der streikenden Werftarbeiter. Sie zählen heute zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Außerdem siehst du die Arbeitskrananlage von Anna Walentynowicz, die durchschossene Jacke eines 1970 getöteten Werftarbeiters und eine Untergrunddruckerei, die teilweise aus Teilen einer Waschmaschine gebaut wurde. Dokumente, Filme und Tonaufnahmen ergänzen die Ausstellung.

Auch der Standort gehört zur Geschichte. Direkt neben dem Zentrum stehen das historische Tor Nummer 2 der Danziger Werft und das Denkmal für die gefallenen Werftarbeiter von 1970. Bei passendem Wetter ist außerdem die kostenlose Aussichtsterrasse geöffnet. Von dort blickst du über das frühere Werftgelände und in Richtung Altstadt.

Rechtstädtisches Rathaus – Museum der Stadt Danzig

Im Rechtstädtischen Rathaus besichtigst du die früheren Amts- und Festsäle der Danziger Stadtregierung. Über Jahrhunderte arbeiteten hier Bürgermeister, Stadtrat und städtisches Gericht. Während das Gebäude bis 1921 Sitz der Stadtverwaltung war, gehört es heute zum Muzeum Gdańska, dem Museum der Stadt Danzig.

Langgasse in Danzig mit dem Turm des Rechtstädtischen Rathauses
Am Ende der Langgasse erhebt sich der Turm des Rechtstädtischen Rathauses. Im Inneren sind die historischen Amts- und Festsäle zugänglich.

Die wichtigsten Räume liegen im ersten Stock. In der Roten Halle tagte einst der Stadtrat. Im Zentrum ihrer reich vergoldeten Bilderdecke befindet sich die 1608 gemalte „Apotheose Danzigs“ von Isaak van den Blocke. Das Gemälde zeigt die Stadt unter göttlichem Schutz und verweist auf ihre Verbindung zur polnisch-litauischen Adelsrepublik. Gleich daneben liegt die Weiße Halle, die frühere Große Wethalle mit Porträts polnischer Könige.

Der Rundgang konzentriert sich auf die historischen Säle und ihre Ausstattung. Die Geschichte Danzigs wird allerdings nur an einzelnen Stationen erzählt.

Uphagenhaus – Wohnen im Danzig des 18. Jahrhunderts

Das Uphagenhaus ist die einzige für Besucher geöffnete Bürgerwohnung des 18. Jahrhunderts in Polen. Der Kaufmann und Ratsherr Johann Uphagen erwarb die schmale Danziger Stadtvilla 1775 und ließ sie nach seinen Vorstellungen umbauen.

Der Rundgang führt zuerst durch die repräsentativen Wohnräume. Dazu gehören ein Teesalon, der große Salon und mehrere kleinere Zimmer. Ihre Wandvertäfelungen zeigen chinesische Motive, antike Bauwerke sowie Darstellungen von Vögeln, Blumen und Insekten. Anschließend geht es in den hinteren Teil des Hauses mit kleiner Speisestube, Küche, Vorratskammer und dem früheren Zimmer der Köchin.

Das Gebäude wurde 1945 zerstört. Teile der Ausstattung waren zuvor ausgelagert worden, andere Stücke gingen verloren. Die 1998 wiedereröffneten Räume verbinden deshalb gerettete Originale mit Rekonstruktionen nach historischen Vorlagen.

Bernsteinmuseum Danzig – Vom fossilen Harz zur Kunst

Das Bernsteinmuseum Danzig befindet sich seit 2021 in der Großen Mühle am Radaunekanal. Die Ausstellung beginnt mit der Entstehung des Bernsteins. Dabei erfährst du, welche Pflanzen und Tiere vor rund 40 Millionen Jahren im Harz eingeschlossen wurden. Zu den ungewöhnlichsten Funden gehören ein beinahe vollständig erhaltener Gecko und eine vier Zentimeter große Spinne im baltischen Bernstein.

Kind an einer Experimentierstation mit Glasflaschen im Hevelianum
Seit 2021 befindet sich das Bernsteinmuseum in der mittelalterlichen Großen Mühle.

Außerdem liegt im frei zugänglichen Eingangsbereich eine 68 Kilogramm schwere Bernsteinplatte aus Sumatra. Sie gilt als größte bekannte Bernsteinplatte der Welt und ist im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet.

Anschließend geht es auf der zweiten Etage um die Verarbeitung von Bernstein. Dort siehst du Arbeiten früherer Danziger und Königsberger Werkstätten, modernen Schmuck sowie ein um 1690 in Danzig gefertigtes Schachspiel aus Bernstein.

Archäologisches Museum Danzig – Funde aus der alten Stadt

Das frühere Haupthaus des Archäologischen Museums Danzig in der Frauengasse wird weiterhin umgebaut. Die umfangreichsten Dauerausstellungen des Museums findest du deshalb im Speicher „Błękitny Baranek“ auf der Speicherinsel.

Der Speicher stammt aus dem 16. Jahrhundert und gehört selbst zu den Exponaten. Er ist der einzige historische Speicher der Insel, in dem neben der Fassade auch die alte Holzkonstruktion mit Balken und Geschossdecken erhalten blieb.

Zunächst zeigt die Ausstellung „Miasto pod miastem“, wie Archäologen in Danzig arbeiten und was Knochenfunde über die Ernährung und Gesundheit früherer Bewohner verraten. Anschließend gehst du durch eine nachgebaute Straße des 14. und 15. Jahrhunderts. Dort siehst du die Werkstätten eines Schusters, Schmieds und Böttchers sowie einen Kaufmannsladen, eine Schenke und eine Badestube.

Die ausgestellten Münzen, Schmuckstücke, Schuhe, Spielsachen und Pilgerzeichen stammen aus Ausgrabungen im historischen Stadtgebiet. Kinder können außerdem an einer kleinen Grabungsstation nach Keramikscherben suchen.

Zum Museum gehört auch die Piwnica Romańska am Dominikanerplatz. In den freigelegten Räumen des mittelalterlichen Dominikanerklosters siehst du den früheren Speisesaal, Funde aus den Grabungen und ein Ossuarium aus dem 16. oder 17. Jahrhundert.

Hevelianum – Wissenschaft und Experimente im alten Fort

Das Hevelianum ist ein Wissenschaftszentrum in den ehemaligen Festungsanlagen auf dem Hagelsberg. Die Ausstellungen verteilen sich auf mehrere Gebäude des Forts, sodass du zwischen den einzelnen Stationen auch einen Teil der historischen Anlage siehst.

Die drei großen interaktiven Ausstellungen beschäftigen sich mit Geografie, Mathematik und Energie. „Dookoła Świata“ führt durch sieben Kontinente und erklärt Landschaften, Tierarten und unterschiedliche Kulturen. In „Łamigłówka“ löst du Aufgaben zu Wahrscheinlichkeit, Symmetrie und mathematischen Formen. Bei „Z Energią!“ erzeugst du an den Experimentierstationen unter anderem Licht, Wärme und Elektrizität.

Interaktives Experiment im Hevelianum, einem der interaktiven Danzig Museen mit Fokus auf Wissenschaft.
Im Hevelianum lassen sich Naturwissenschaften an zahlreichen Stationen selbst ausprobieren.

Einige Versuche in „Z Energią!“ erzeugen starke elektromagnetische Felder. Menschen mit Herzschrittmacher dürfen diese Ausstellung deshalb nicht betreten.

Außerdem führt die kostenlose Ausstellung „Dzieje Fortu“ durch ehemalige Schutzräume, Artilleriedepots und Munitionslabore. Dort geht es um die Belagerungen Danzigs, die preußische Garnison und eine frühere Anlage zur Störung des Senders Radio Free Europe.

Artushof Danzig – Treffpunkt der Kaufleute und Bruderschaften

Der Artushof steht am Langen Markt direkt gegenüber dem Neptunbrunnen. Hinter der reich geschmückten Fassade liegt die Große Halle, in der sich seit dem Mittelalter Kaufleute, Reeder und städtische Bruderschaften trafen. Sie tauschten Nachrichten aus, schlossen Geschäfte und feierten gemeinsam. Später fanden hier öffentliche Gerichtsverhandlungen statt, bevor der Saal ab 1742 als Getreidebörse diente.

Artushof am Langen Markt in Danzig mit Neptunbrunnen im Vordergrund
Hinter der weißen Fassade des Artushofs liegt die Große Halle mit ihrem 10,64 Meter hohen Renaissanceofen.

Im Mittelpunkt der Halle steht der 10,64 Meter hohe Renaissanceofen. Seine 520 Kacheln zeigen unter anderem Herrscher, Wappen und biblische Szenen. Über den Köpfen hängen historische Schiffsmodelle, außerdem erinnern Gemälde und Skulpturen an die Bruderschaften, die den Artushof über Jahrhunderte ausstatteten. Zur Besichtigung gehört auch die Danziger Diele im angrenzenden Gebäudeteil.

Da der Artushof 1945 schwer beschädigt wurde, besteht die heutige Ausstattung aus erhaltenen Originalen, rekonstruierten Stücken und Reproduktionen verlorener Kunstwerke. Der Saal vermittelt dennoch einen guten Eindruck davon, welchen Stellenwert Handel und gesellschaftliches Leben im alten Danzig hatten.

Museum der Polnischen Post in Danzig – Schauplatz des 1. September 1939

Das Museum der Polnischen Post in Danzig befindet sich im ehemaligen Polnischen Post- und Telegrafenamt Nr. 1. Am Morgen des 1. September 1939 griffen deutsche Polizei- und SS-Einheiten das Gebäude nahezu zeitgleich mit der Westerplatte an. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich 57 Menschen in der Post auf. Obwohl die erwartete Unterstützung ausblieb, verteidigten die Postangestellten das Haus mehr als 14 Stunden.

Nach der Kapitulation wurden die überlebenden Verteidiger verhaftet. Ein deutsches Feldkriegsgericht verurteilte 38 von ihnen in zwei Scheinprozessen zum Tod. Am 5. Oktober 1939 wurden sie in der Nähe des heutigen Stadtteils Zaspa erschossen.

Die Ausstellung erzählt deshalb nicht nur vom Angriff und der Verteidigung des Gebäudes. Sie zeigt auch, wie die polnische Bevölkerung im Freistaat Danzig lebte und welche Rolle die Post für sie spielte. Dokumente, Fotografien und persönliche Gegenstände verbinden die historischen Ereignisse mit den Schicksalen der einzelnen Verteidiger und ihrer Familien.

Nach der umfassenden Modernisierung führt der Rundgang auch durch die zuvor nicht zugänglichen Kellerräume. Dadurch ist die Ausstellungsfläche um rund 60 Prozent gewachsen. Neue Medien ergänzen die historischen Exponate, ohne den originalen Schauplatz in den Hintergrund zu drängen.

Nationalmuseum Danzig – Volkskultur Pommerns in Oliwa

Die Abteilung für Ethnografie des Nationalmuseums Danzig befindet sich im Abtsspeicher von 1723 unmittelbar am Oliwaer Park. Die Dauerausstellung zeigt, wie die ländliche Bevölkerung Pommerns früher lebte und arbeitete. Dabei werden die Traditionen mehrerer regionaler Gruppen vorgestellt, darunter Kaschuben, Kociewier, Borowiaken sowie die Bewohner der Żuławy und des Powiśle.

Zu sehen sind Geräte für Fischfang und Landwirtschaft, verzierte Möbel, Keramik und Gegenstände aus Küche und Vorratshaltung. Ein eigener Teil beschäftigt sich außerdem mit der früher weitverbreiteten Bienenzucht. Neben klassischen Strohkörben gehören ungewöhnlich gestaltete Figurenbeuten zu den auffälligsten Exponaten.

Im kleinen Garten hinter dem Speicher stehen weitere Figurenbeuten und geschnitzte Bildstöcke pommerscher Volkskünstler. Zusätzlich zeigt das Museum wechselnde Ausstellungen zu Handwerk, Textilien und regionaler Kultur.

Nationalmuseum Danzig im Grünen Tor – wechselnde Ausstellungen

Das Grüne Tor schließt den Langen Markt zur Mottlau hin ab und gehört selbst zu den bekanntesten Bauwerken der Danziger Rechtstadt. Der repräsentative Renaissancebau entstand zwischen 1564 und 1568 als Stadttor und geplante Unterkunft für polnische Könige. Seine vier Durchgänge führen heute direkt zur Grünen Brücke.

Grünes Tor am Ende des Langen Marktes in Danzig
Im Grünen Tor zeigt das Nationalmuseum wechselnde Ausstellungen.

Im Inneren zeigt das Nationalmuseum Danzig keine feste Sammlung. Stattdessen finden auf zwei Etagen wechselnde Ausstellungen statt. Das Programm reicht von Fotografie und zeitgenössischer Kunst bis zu ausgewählten Werken aus den Beständen des Museums.

Nationalmuseum Danzig – Moderne Kunst im Äbtepalast von Oliwa

Die Abteilung für Moderne Kunst des Nationalmuseums Danzig befindet sich im Äbtepalast am Rand des Oliwa-Parks. Die Sammlung beginnt bereits im 19. Jahrhundert. Dabei bildet die polnische Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts einen Schwerpunkt.

Zu den Beständen gehören Werke von Olga Boznańska, Jacek Malczewski, Stanisław Wyspiański, Józef Pankiewicz und weiteren bekannten polnischen Künstlern. Da Teile der Sammlung in wechselnden Ausstellungen präsentiert werden, sind jedoch nicht bei jedem Besuch dieselben Werke zu sehen.

Daneben beschäftigen sich weitere Ausstellungen mit zeitgenössischer Kunst, Skulptur und Theaterkostümen. Im benachbarten Oliwa-Park zeigt das Museum außerdem zeitgenössische Danziger Skulpturen. Diese Werke kannst du unabhängig von den Öffnungszeiten des Äbtepalastes ansehen.

Nationalmuseum Danzig – Alte Kunst im Franziskanerkloster

Die Abteilung für Alte Kunst des Nationalmuseums Danzig befindet sich in einem ehemaligen spätgotischen Franziskanerkloster. Ihre wichtigste Ausstellung folgt dem Leben der Danziger Stadtbevölkerung vom 13. bis zum 18. Jahrhundert. Dabei geht es nicht allein um einzelne Kunstwerke, sondern auch um deren Platz in Kirchen, öffentlichen Gebäuden und den Häusern wohlhabender Bürger.

Zu sehen sind Altarbilder, Skulpturen, Porträts, Möbel und kunstvoll gefertigte Alltagsgegenstände. Hinzu kommen eigene Galerien für Danziger Goldschmiedekunst, Zinn und Keramik. Dadurch vermittelt das Museum ein anschauliches Bild davon, wie sich Religion, Reformation und der wachsende Wohlstand der Handelsstadt in ihrer Kunst widerspiegelten.

Das bekannteste Werk der Sammlung ist Hans Memlings Triptychon „Das Jüngste Gericht“. Es wird momentan konservatorisch untersucht und ist deshalb voraussichtlich bis Ende 2026 nicht ausgestellt.

NOMUS – Zeitgenössische Kunst auf dem ehemaligen Werftgelände

Das NOMUS wurde 2021 in einer ehemaligen Berufsschulwerkstatt auf dem historischen Gelände der Danziger Werft eröffnet. Als jüngste Abteilung des Nationalmuseums Danzig konzentriert es sich vollständig auf Gegenwartskunst.

Dabei umfasst die Sammlung Malerei, Zeichnungen, Fotografie, Skulpturen, Installationen und Videokunst. Viele Arbeiten stammen von Künstlern aus Danzig und der Dreistadt. Andere greifen Themen auf, die eng mit der Stadt verbunden sind. Dazu gehören Freiheit, Solidarität, gesellschaftliche Veränderungen und das Leben in einer ehemaligen Hafen- und Industriestadt.

Die Werke werden in wechselnden Ausstellungen präsentiert. Im selben Gebäude befindet sich außerdem die Danziger Galerie für Fotografie. Dazu kommen eine Kunstbibliothek, eine Buchhandlung, eine kleine Spielecke für Kinder und das Café Kompozyt.