Danzig – Die Königin der Ostsee
Danzig, oder Gdańsk, wie die Stadt auf Polnisch heute heißt, liegt an der Mündung der Weichsel in die Danziger Bucht und ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Pomorskie (Pommern). Zusammen mit Gdynia und Sopot bildet Danzig die Dreistadt (Trójmiasto) mit knapp einer Million Einwohnern. In Danzig selbst leben rund 488.000 Einwohner (Stand 2024). Die Altstadt liegt an der Motława, einem Seitenarm der Weichsel, und hat der Stadt ihr unverwechselbares maritimes Gesicht gegeben. Aufgrund ihrer historischen Bedeutung und architektonischen Pracht trägt Danzig den Beinamen „Königin der Ostsee“.
Auf unseren Seiten findest du dafür alle wichtigen Informationen – von den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten und spannenden Aktivitäten bis hin zu schönen Unterkünften und praktischen Tipps für deinen Urlaub in Danzig.
Warum solltest du Danzig besuchen?
Danzig ist eine Stadt, deren Geschichte sich in ihrer Architektur, ihren Plätzen und Straßen bis heute spiegelt. Gleichzeitig ist sie modern und lebendig – mit Museen, Galerien und der Nähe zur Ostsee.
Für einen ersten Eindruck solltest du 1–2 Tage einplanen. Mit 3–4 Tagen bleibt Zeit für Museen und Viertel abseits der Hauptwege, mit einer Woche lernst du auch die Nachbarstädte der Dreistadt in Ruhe kennen.
Die Rechtstadt, das historische Zentrum von Danzig, beeindruckt mit prachtvollen Patrizierhäusern und kunstvoll gestalteten Giebelhäusern, die an den alten Handel und den Wohlstand der Hansezeit erinnern. Der Lange Markt ist gesäumt von farbenfrohen Fassaden. Ebenso findest du hier Sehenswürdigkeiten wie den Neptunbrunnen und den Artushof – beide stehen sinnbildlich für Danzigs enge Verbindung zum Meer.
Ein Spaziergang durch die Altstadt führt vorbei an der gewaltigen Marienkirche, dem berühmten Krantor an der Mottlau und zahllosen restaurierten Bürgerhäusern. Doch Danzig bietet weit mehr als nur schöne Fassaden. Die Stadt hat sich in den letzten Jahren zu einem lebendigen, kreativen Zentrum entwickelt – mit spannenden Museen wie dem Europäischen Solidarność-Zentrum, unabhängigen Galerien, Festivals, Designmärkten und einem aktiven Nachtleben.
Ebenso kulinarisch hat Danzig einiges zu bieten: Von traditionellen polnischen Gerichten über frische Fischküche bis zu modernen Cafés mit internationaler Küche findest du in der ganzen Stadt vielseitige Angebote. Besonders entlang der Mottlau findest du zahlreiche gute Restaurants.
Die Nähe zur Ostsee ist ein weiterer Pluspunkt: Nur wenige Kilometer von der Altstadt entfernt liegen die Strände von Brzeźno und Jelitkowo, ideal für einen Ausflug oder einen Nachmittag im Sand. Außerdem erreichst du Sopot und Gdynia bequem mit der S-Bahn – perfekt für eine kleine Städtekombination oder Tagesausflüge.
Danzigs Sehenswürdigkeiten und Museen – Geschichte und Kultur erleben
Ein Besuch in Danzig ist wie eine Reise durch die Jahrhunderte. Besonders in der Rechtstadt spürt man die lebendige Geschichte dieser einst florierenden Hansestadt. Die prachtvolle Langgasse (ul. Długa) und der Lange Markt (Długi Targ) mit ihren kunstvollen Patrizierhäusern strahlen noch immer den Glanz vergangener Zeiten aus. Diese beeindruckende Architektur zeugt von der Blütezeit Danzigs unter polnischer Krone, als die Stadt über 300 Jahre lang zu den reichsten Europas zählte. Hier kannst du durch ein faszinierendes Zusammenspiel aus Geschichte und Architektur wandeln. Zwischen den Häuserfassaden erzählen verzierte Portale und aufwendige Giebel vom Reichtum und Einfluss der Kaufleute, die hier einst lebten.
Die Rechtstadt – Das Herz der Hansestadt
Der Neptunbrunnen auf dem Langen Markt ist nicht nur ein Wahrzeichen, sondern auch ein beliebter Treffpunkt. Seine Symbolik passt perfekt zu einer Stadt, die eng mit dem Meer verbunden ist. Nur wenige Schritte entfernt erwarten dich das Goldene Tor, das mit seiner königlichen Optik und acht Statuen beeindruckt, und das Rechtstädtische Rathaus. Letzteres zieht mit seiner kunstvollen Fassade und einem prächtigen Interieur, wie dem berühmten Roten Saal mit seinen historischen Gemälden, die Blicke auf sich und erzählt von einer bewegten Vergangenheit. Wer die Mottlau entlang spaziert, wird unweigerlich am berühmten Krantor landen – ein ikonisches Zeugnis Danziger Handelsgeschichte. Dieses einzigartige Bauwerk aus Backstein und Holz, mit seinem sechsstöckigen Doppelhebewerk, ist eines der ältesten seiner Art im deutschsprachigen Raum. Gleich nebenan befindet sich das Grüne Tor, das einst aus grünem Sandstein erbaut wurde und den Übergang zur Speicherinsel markiert.
Die Altstadt – Ursprünge und eindrucksvolle Bauwerke
Die angrenzende Altstadt mit ihrer St. Marienkirche, einer der größten Backsteinkirchen der Welt, lädt ebenfalls zum Staunen ein. Schon der schiere Umfang dieser Kirche ist beeindruckend. Wer die Treppen bis zur Turmplattform erklimmt, wird mit einem herrlichen Ausblick über die Stadt belohnt. Die lange Baugeschichte und die beeindruckende Wiederherstellung nach dem Zweiten Weltkrieg machen sie zu einem Symbol der Danziger Resilienz. Auch die Katharinenkirche, das älteste Gotteshaus Danzigs, befindet sich in der Altstadt und hat ihren ganz eigenen Charme. Hier spürst du das ursprüngliche Danzig, mit historischen Gebäuden, die Geschichten von einst erzählen, und kleinen Läden, die zum Stöbern einladen – besonders die Frauengasse, bekannt für ihr Bernstein-Angebot, lohnt einen Besuch.
Mehr als die Klassiker – Danzigs versteckte Schätze
Doch Danzig, die auch als „Bernsteinstadt“ bekannt ist, hat mehr zu bieten als nur die berühmten Postkartenmotive. Bei einem Streifzug durch die Stadt stößt du auf unzählige versteckte Ecken, kleine Höfe, stille Gassen und geschichtsträchtige Gebäude, die alle ihre eigene Geschichte erzählen. Vom Hafen über die Speicherinsel bis hin zu den weniger bekannten Vierteln wie Oliwa oder Wrzeszcz – Danzig ist ein Ort, der immer wieder überrascht und neugierig macht. Nicht zu vergessen ist die Westerplatte, der geschichtsträchtige Ort, an dem 1939 der Zweite Weltkrieg begann, oder das Bernsteinmuseum, das in einem ehemaligen Stadtgefängnis untergebracht ist und die Faszination des „Goldes der Ostsee“ beleuchtet. Auch die Strände direkt in der Stadt oder die nahegelegenen beliebten Badeorte wie Soppot mit seiner berühmten Mole laden zum Verweilen ein und zeigen Danzigs Vielfalt als Ostseemetropole.
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Museen für Geschichte und Kunst
Danzig ist auch für seine vielfältige Museumslandschaft bekannt. Das Museum des Zweiten Weltkriegs beleuchtet die globalen Auswirkungen des Krieges, während das Europäische Solidarność-Zentrum die Freiheitsbewegung der 1980er-Jahre eindrucksvoll dokumentiert.
Im Nationalmuseum findest du Meisterwerke flämischer und polnischer Kunst, während das Bernsteinmuseum im Großen Mühlentor alles über das „Gold der Ostsee“ zeigt. Einen Einblick in das Leben der Bürger im 18. Jahrhundert bietet dir das Uphagen-Haus. Darüber hinaus lädt die Werft mit dem Denkmal der gefallenen Werftarbeiter und den modernen Ausstellungen im Europäischen Solidarność-Zentrum dazu ein, die jüngere Geschichte der Stadt zu entdecken.
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Unterkünfte in Danzig – Vielfalt für jeden Geschmack
Danzig bietet eine beeindruckende Auswahl an Unterkünften, die perfekt auf unterschiedliche Bedürfnisse und Budgets zugeschnitten sind. Besonders beliebt sind die charmanten Boutique-Hotels in der Danziger Altstadt, die in historischen Gebäuden untergebracht sind. Hier erlebst du den einzigartigen Charakter der Hansestadt – eine harmonische Kombination aus traditioneller Architektur und modernem Komfort.
Auch entlang der Mottlau findest du in Danzig moderne Wellnesshotels, die mit erstklassigen Spa-Bereichen, stilvollen Restaurants und einem traumhaften Blick auf die Altstadt überzeugen. Diese Hotels verbinden Komfort, Erholung sowie eine zentrale Lage, sodass du die Sehenswürdigkeiten von Danzig bequem zu Fuß erkunden kannst.
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Für Strandliebhaber gibt es in den Stadtteilen Brzeźno und Jelitkowo zahlreiche Hotels und Ferienwohnungen, die direkten Zugang zum Strand an der Polnischen Ostsee bieten. Zusammen mit Sopot sind sie die beste Wahl, um Erholung am Meer mit einer Städtereise zu kombinieren.
Wenn du länger bleiben möchtest oder mit der Familie reist, kannst du zudem aus einer Vielzahl von Apartments wählen. Ferienwohnungen in Danzig bieten dir mehr Raum, eine eigene Küche und somit die Möglichkeit, deinen Aufenthalt ganz individuell zu gestalten. Nutze ganz einfach das folgende Formular um eine Unterkünften in Danzig zu buchen:
Aktivitäten und Shopping in Danzig
Danzig bietet eine beeindruckende Vielfalt an Aktivitäten, die dir die Stadt und ihre Umgebung auf unterschiedlichste Weise näherbringen. Eine geführte Stadttour durch die Rechtstadt und Altstadt ist ideal, um die bekanntesten Sehenswürdigkeiten sowie versteckte Schätze zu entdecken – perfekt für Erstbesucher. Besonders empfehlenswert ist ebenfalls eine Kajakfahrt auf der Mottlau, bei der du die Stadt aus einer außergewöhnlichen Perspektive erlebst. Für einen Tagesausflug lohnt sich außerdem ein Besuch der Marienburg (Malbork), der größten Backsteinburg der Welt und ein UNESCO-Weltkulturerbe.
Wenn du Sonne und Strand genießen möchtest, solltest du dir Sopot auf jeden fall nicht entgehen lassen – dem Seebad der Dreistadt mit breiten Sandstränden und der längsten Holzseebrücke Europas. Abenteuerlustige und Naturfreunde sollten zudem die Halbinsel Hel besuchen, ein Paradies für Wassersportler und ein Rückzugsort für seltene Tierarten.
Die Fahrradwege entlang der Küste und durch Danzigs grüne Viertel bieten dir zudem die Möglichkeit, die Ostseeluft und die abwechslungsreiche Landschaft ganz entspannt auf zwei Rädern zu erleben.
👉 Eine ausführliche Übersicht mit vielen weiteren Ideen findest du hier: Aktivitäten in Danzig.
Beim Shopping zeigt sich Danzig ebenfalls von seiner vielseitigen Seite. In der Altstadt findest du viele Boutiquen und Geschäfte, die zum Beispiel lokal produzierten Bernstein, Schmuck oder Kunsthandwerk anbieten – ideale Souvenirs mit authentischem Bezug zur Stadt. Wer hingegen eher größere Einkaufszentren bevorzugt, sollte die Galeria Bałtycka besuchen. Denn dieses moderne Shopping-Hall bietet zahlreiche internationale Marken, Cafés und Restaurants, um deinen Bummel abzurunden.
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Ein kurzer Blick in die Geschichte Danzigs
Danzig war über Jahrhunderte ein bedeutender Knotenpunkt an der Ostsee – geprägt vom Handel, vom kulturellen Austausch und von politischen Umbrüchen. Die Anfänge der Stadt reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück, mit der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 997. Im Im Mittelalter gehörte die Stadt zur Hanse und entwickelte sich schnell zu einem wohlhabenden Zentrum mit internationalen Handelsverbindungen. Der Hafen und die Lage an der Weichsel machten Danzig zu einer Schlüsselstadt für den Ostseehandel.
Im Laufe der Geschichte wechselte die Stadt mehrfach die Zugehörigkeit: Sie war Teil des Königreichs Polen, dann Preußens, später des Deutschen Reichs und wurde nach dem Ersten Weltkrieg zur Freien Stadt unter dem Schutz des Völkerbunds. Die Spannungen zwischen Polen und Deutschland entluden sich schließlich 1939 in Danzig – hier begann mit dem Angriff auf die Westerplatte der Zweite Weltkrieg.
Nach dem Krieg wurde die weitgehend zerstörte Altstadt mit großem Aufwand wiederaufgebaut – und zwar nicht in ihrer letzten Form, sondern bewusst im Stil der Hansezeit. Heute ist Danzig daher ein Symbol für Versöhnung und Wandel und gleichzeitig ein lebendiges Beispiel für den Wiederaufbau europäischer Kultur.
Danzig in Zahlen
487.834
Einwohner
6
Autostunden
von Berlin
Ø 8
Sonnenstunden pro Tag
im Sommer
21 km
Küste vom Leuchtturm
Neufahrwasser bis
Gdynia
Restaurants und Nachtleben in Danzig – Mehr als polnische Küche
Danzig vereint traditionelle polnische Küche (Pierogi, Suppen, kaschubische Einflüsse, Ostsee-Fisch) mit moderner Gastronomie: von Frühstückscafés und Bistros über kreative Fusion-Konzepte bis hin zu Fine Dining. Typisch sind außerdem die Milchbars mit ehrlicher Hausmannskost zu fairen Preisen. Daneben prägen regionale Produkte und leichtere, zeitgemäße Interpretationen viele Speisekarten. Entlang der Motława findest du Restaurants mit Blick auf Krantor und Speicherhäuser. Ebenso rund um die Rechtstadt sitzen Weinbars und kleine Röstereien dicht beieinander. Ein lokaler Klassiker zum Abschluss ist das Danziger Goldwasser – als Digestif oder Souvenir.
Abends wird’s vielfältig: Pubs und Craft-Beer-Spots (u. a. Brauereien wie die Brovarnia am Yachthafen) wechseln sich mit Weinbars (z. B. an der Mariacka) und Clubs ab – von industriellen Locations wie dem Bunkier bis zu größeren Floors wie Parlament. Wer Kultur bevorzugt, plant einen Abend in der Baltischen Philharmonie oder der Opera Bałtycka ein. Wer es ruhig mag, spaziert zum Beispiel an der Motława-Promenade und schaut auf die beleuchtete Altstadt. Kurz: Vom günstigen Mittag bis zum späten Drink findest du für jeden Geschmack etwas – zentral, fußläufig und daher gut erreichbar.
Alle konkreten Tipps mit Adressen und Öffnungszeiten haben wir gebündelt: Restaurants und Clubs in Danzig.
Veranstaltungen in Danzig
Danzig bietet rund ums Jahr eine starke Mischung aus Festivals, Märkten und Konzerten. Zu den Klassikern zählen der Dominikanermarkt, das Shakespeare Festival, FETA (Straßen- & Freilufttheater), Baltic Sail, Actus Humanus sowie das Orgelmusik-Festival in Oliwa; in der Dreistadt kommen Highlights wie Open’er in Gdynia dazu. Viele Termine liegen im Sommer, doch auch Advent und Winter punkten mit Konzerten und dem Weihnachtsmarkt. Alle Details, Zeiten und Tipps findest du auf unserer Seite Veranstaltungen in Danzig.
Anreise nach Danzig und unterwegs in der Dreistadt
Danzig ist bequem erreichbar – ob mit dem Flugzeug, Zug, Auto oder Bus. Der Flughafen Danzig Lech Wałęsa bietet zahlreiche Verbindungen aus Deutschland und Europa und liegt nur etwa 12 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Vom Flughafen gelangst du daher schnell in die Stadt, sei es mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxi oder Shuttle.
Ebenso ist der Bahnhof Gdańsk Główny ein zentraler Verkehrsknotenpunkt, mit direkten Verbindungen zu polnischen sowie deutschen und internationalen Städten. Für Autofahrer bietet die Autobahn A1 eine direkte Anbindung, und Fernbusse wie FlixBus halten ebenfalls regelmäßig in der Stadt.
Auch innerhalb der Dreistadt bist du flexibel unterwegs. Denn die S-Bahn SKM verbindet Danzig in dichter Taktung mit Sopot und Gdynia – somit ideal für Tagesausflüge ans Meer oder einen Besuch im Nachbarhafen. Tickets bekommst du an Automaten, die auch Deutsch und Englisch anbieten. Zudem verkehren in Danzig Straßenbahnen und Busse, die dich bequem durch die Stadt bringen. Wer unabhängig sein möchte, findet ebenso Carsharing- und Radverleih-Angebote.
👉 Weitere Details zu den besten Anreisemöglichkeiten findest du auf unserer Anreise nach Danzig Seite.
Fazit – Dein Urlaub in Danzig
Danzig ist eine Stadt, die mit ihrer faszinierenden Geschichte, beeindruckenden Architektur und lebendigen Atmosphäre jeden Besucher begeistert. Von den historischen Sehenswürdigkeiten in der Rechtstadt über die malerischen Gassen der Altstadt bis hin zu den modernen Vierteln wie Wrzeszcz – die Vielfalt Danzigs lädt dazu ein, immer wieder Neues zu entdecken.
Ob du die lebendige Kulturszene erkundest, die lokale Küche probierst, durch die Promenaden entlang der Mottlau flanierst oder an den Ostseestrände entspannst – Danzig bietet Abwechslung. Denn dank seiner Mischung aus historischem Charme und modernen Highlights ist die Hansestadt der perfekte Ort, um Kultur, Erholung und Abenteuer zu verbinden.
Plane deine Reise mit unseren Empfehlungen und entdecke Danzig auf deine Weise.
Häufig gestellte Fragen über Danzig
Danzig liegt im Norden Polens, in der Woiwodschaft Pommern, direkt an der Ostseeküste an der Mündung der Weichsel in die Danziger Bucht. Die Stadt befindet sich somit etwa 350 Kilometer nordwestlich von Warschau und rund 500 Kilometer nordöstlich von Berlin. Danzig liegt nahe der Grenze zur Region Kaschubien und bildet zusammen mit Sopot und Gdynia die Dreistadt (Trójmiasto), eines der wichtigsten urbanen Zentren Polens.
Ja. Mit der Gdańsk Tourist Card erhältst du je nach Variante freien oder ermäßigten Eintritt in zahlreiche Museen und Attraktionen. Es gibt Pakete für 24, 48 oder 72 Stunden, optional mit öffentlichem Nahverkehr in der Dreistadt. Die Karte ist digital in der offiziellen App oder als physische Karte erhältlich.
Beginne auf dem Königsweg: über Langgasse und Langen Markt zum Neptunbrunnen und ins Rechtstädtische Rathaus. Besuch die Marienkirche – größtes Backsteingotteshaus der Welt – und, wenn möglich, den Turm für den Blick über die Altstadt und die Motława. Am Fluss ist das Krantor das markanteste Wahrzeichen; die Promenade eignet sich gut für einen Rundgang. Für bürgerliche Wohnkultur empfehlen wir das Uphagenhaus, das originalgetreu eingerichtete Kaufmannshaus an der Langgasse. Ein moderner Fixpunkt ist das Europäische Solidarność-Zentrum mit Einblicken in die Freiheitsbewegung der 1980er-Jahre. Sehr „Danzig“ sind zudem Bernstein-Adressen – etwa das Bernsteinmuseum in der Großen Mühle oder die Schmuckläden an der Mariacka.
Es gibt in Danzig und der Dreistadt viele familienfreundliche Ziele – bei Sonne und bei Regen. Für Wasseraction ist zum Beispiel der Aquapark Sopot mit Wildwasserfluss und Rutschen ideal. Spannend und lehrreich ist das Hevelianum in einer ehemaligen Festung. Dort geht ihr durch unterirdische Gänge und probiert interaktive Stationen rund um Natur und Astronomie aus. Im Zoo Oliwa warten zudem Elefanten, Großkatzen und Wisente, und eine kleine Bahn verkürzt die Wege. Das Centrum Nauki Experyment in Gdynia hingegen bietet Science zum Anfassen, von Wasserwirbeln bis Mikroskop-Stationen. Im Archäologischen Museum im historischen „Blauen Lämmchen“-Speicher erlebt ihr mittelalterliches Danzig mit Szenen aus dem Stadtleben. So kombiniert ihr Bewegung, Entdecken und Lernen auf eine Weise, die Kindern Spaß macht.
Starte drinnen im Artushof. Dort siehst du Danzigs prächtigsten Festsaal, an dessen Decke Schiffsmodelle hängen, und als Höhepunkt den fast elf Meter hohen Kachelofen. Danach bietet das Nationale Maritim-Museum auf der Ołowianka-Insel viel Abwechslung, und zum Komplex gehören auch Museumsschiffe wie der Frachter Sołdek, die du besichtigen kannst. Im Krantor erfährst du anschaulich, wie die historischen Treträder funktionierten. Weiter geht es ins Bernsteinmuseum in der Großen Mühle, wo du zahlreiche Stücke mit eingeschlossenen Insekten und Pflanzen entdeckst. Für eine Pause passt die Brovarnia am Yachthafen mit hausgebrautem Bier und Blick aufs Wasser. Und wenn du lieber entspannst, wartet das Sopot Marriott Resort & Spa mit großem Wellnessbereich, Pools und Saunen. Tageszugang ist dort je nach Verfügbarkeit möglich.
Schau in die Johanneskirche: Dort gibt es häufig moderne Kunstausstellungen, der Eintritt ist frei und eine Spende ist willkommen. In der Markthalle entdeckst du im Untergeschoss hinter Glas die freigelegten Fundamente des ehemaligen Dominikanerklosters. Das ist eine kurze Geschichtsstunde mitten im Alltagstrubel. Ebenso Museen haben oft einen freien Wochentag. Ein Blick auf Öffnungszeiten und Preise lohnt sich daher. Die Polnische Post als Museum und Gedenkstätte ist dabei ein guter Startpunkt. Mit der Gdańsk Tourist Card sparst du zudem je nach Paket bei vielen Attraktionen. Es gibt Varianten für ein bis drei Tage und auf Wunsch mit ÖPNV-Option so das du zum Beispiel auch mal Sopot besuchen kannst. So hältst du die Kosten niedrig und siehst trotzdem viel.
Die Stadt ist gut an das Verkehrsnetz angebunden. Der Lech-Wałęsa-Flughafen Danzig bietet zahlreiche internationale Verbindungen. Zudem ist die Stadt per Bahn und Bus aus verschiedenen europäischen Städten erreichbar. Für Reisende aus Deutschland gibt es direkte Zugverbindungen, beispielsweise von Berlin. Auf unserer Seite über die Anreise nach Danzig kannst du detailierte Informationen erhalten.
In Danzig sollte man unbedingt Pierogi (gefüllte Teigtaschen), Bigos (Jägereintopf) und frischen Fisch aus der Ostsee kosten. Das berühmte Danziger Goldwasser, ein Likör mit echten Goldflocken, ist ebenfalls eine lokale Spezialität. Zahlreiche Restaurants und Milchbars in der Altstadt bieten traditionelle polnische Küche an.
Die beste Reisezeit ist von Mai bis September, wenn das Wetter mild und die Tage länger sind. In diesen Monaten finden auch zahlreiche Festivals und Veranstaltungen statt. Der Sommer eignet sich besonders für Strandbesuche und Outdoor-Aktivitäten. Der Winter hat jedoch seinen eigenen Charme, insbesondere zur Weihnachtszeit mit festlichen Märkten und Dekorationen.
Danzig stand zwischen 1308 und 1454 unter der Herrschaft des Deutschen Ordens, später gehörte die Stadt zur polnischen Krone. Ab Ende des 18. Jahrhunderts fiel sie an Preußen und war von 1871 bis 1919 Teil des Deutschen Kaiserreichs. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Danzig als Freie Stadt unter den Schutz des Völkerbunds gestellt. Seit 1945 gehört die Stadt zu Polen, die deutsche Bevölkerung wurde weitgehend vertrieben. Erfahre hier genaueres zur Geschichte von Danzig.